Es sind wieder extreme Zeiten angebrochen. Mit dem Vorwurf des
"Extremismus" sollen politische Strömungen, die von einer undefinierten
aber angeblich richtigen Mitte abweichen, stigmatisiert und isoliert
werden. Der Extremismusansatz hat mit der Totalitarismustheorie bereits
eine lange Geschichte und begründet auf vermeintlich wissenschaftlicher
Basis die Gleichsetzung gegensätzlicher politischer Richtungen.
Mit
der schwarz-gelben Bundesregierung gibt es aktuell Vorstöße über das
übliche Maß der politischen und ideologischen Gleichsetzung von
"Linksextremismus" und "Rechtsextremismus" hinauszugehen. Die neue
Regierung plant Bundesmittel fortan gegen alle "Extremisten" zu
verwenden. Wer als extrem ge(t)adelt wird, soll aus der politischen
Arena verdrängt werden. Während der Verfassungsschutz plötzlich
machtvolle Bildungspolitik betreiben kann, müssen manche
nicht-staatliche Bildungsträger qua Extremismusvorwurf, um ihre
Existenz bangen. Die sog. Zivilgesellschaft soll stärker als bisher nach staatlichen Vorgaben handeln und strukturiert sein.
Diese Geichsetzung behauptet die Extremismustheorie und nicht erst Frau
Kristina Schröder (vormals Köhler1) und die schwarz-gelbe Koalition.
Mit dieser Geichsetzung arbeiten schon immer staatliche
Schnüffeldienste und auch unkritische Wissenschaftler. Mit ihrem
Extremismusbegriff werden keineswegs unbedenkliche Erscheinungen der
Gesellschaft in die „Mitte“ gestellt und damit verharmlost. Jede
gesellschaftliche Kritik wird dabei zum potentiellen politischen Gegner
erklärt. Kritik und Widerstand gegen Nationalismus, Antisemitismus und
Rassismus wird so zum Zielobjekt staatlicher Ermittlung und Einmischung
in die Zivilgesellschaft. Diesen politischen Unsinn finden wir extrem
Banane und gefährlich! weiter lesen
Widerstand regt sich in der Provinz: „Markt und
Privatisierung können nicht alles regulieren. Acht kleine münsterländische Gemeinden wollen wieder
unabhängig werden. Strom, Gas und Wasser – das wollen
sie zu ihren Bedingungen und zu ihren Preisen selbst verkaufen.
Bürgermeister Himmelmann hat ehrgeizige Ziele. So soll
möglicht viel Strom vor Ort aus erneuerbaren Energien
produziert werden. Und der soll billiger werden.
Bringen immer neue Scanner tatsächlich mehr Sicherheit? Oder
geben wir die Freiheit auf, die wir eigentlich schützen
wollen? Als Gäste im Quarks & Co-Studio: der Psychologe
Thomas Kliche. Er erklärt warum die Angst unser Verhalten
bestimmt. Und der Soziologe Andrej Holm. Er wurde als Terrorist
verhaftet, bis der Bundesgerichtshof den Haftbefehl aufhob.
Die Deutsche Bahn, ein Traditionsunternehmen, das heute international agiert. Kümmert sie sich dabei zu wenig um die Belange ihrer Kunden, insbesondere im Regionalverkehr? Strecken werden stillgelegt, Bahnhöfe verroten. Das "Schwarzbuch Deutsche Bahn" fragt, warum.
Warum zahlt der eine mehr als der andere? Wo ist die Gerechtigkeit in der Steuerveranschlagung? Wir begleiten das Millionärsehepaar Barski sowie die Arbeitnehmerfamilie Drawitsch jeweils in ähnlichen Situationen: beim Autofahren, beim Sport, bei der Urlaubsplanung und fragen, wer was von der Steuer absetzen kann und warum? Auf die einzige Möglichkeit, auch Immobilienmillionäre wie Klaus Barski an den Kosten der Gesellschaft zu beteiligen, die Erhebung einer Vermögensteuer, verzichtet Deutschland seit 1996 – und ist dabei ziemlich allein unter den Industriestaaten. Es sind aber nicht nur die Gesetze, die die Reichen begünstigen, sondern es ist auch der Personalmangel in den Finanzämtern. So zeigen die story-Autoren eine Sammlung interner Dienstanweisungen, die desolate Zustände belegen. Ein anonym aussagender Betriebsprüfer erzählt, wie er angewiesen wird, ab und zu bei der Bearbeitung der Steuerakten „die Sonnenbrille aufzusetzen“.
die story zeigt, was cradle to cradle will. Sie folgt den Spuren von Michael Braungart, der weltweit bei vielen Projekten engagiert ist, und sie beschreibt die Schwierigkeiten auf die cradle to cradle bei deutschen Politikern trifft.
Lutz Berger und Ulrike Reinhard für die SCOPE_08 zu Gast bei Prof. Dr.
Peter Kruse, next practice, Bremen. Gespräche über Lernen und Arbeit im
21. Jahrhundert.
Peter Kruse ist ein deutscher Psychologe mit dem Schwerpunkt
Komplexitätsverarbeitung in intelligenten Netzwerken sowie Leiter des
Methoden- und Beratungsunternehmens nextpractice in Bremen. Kruse lehrt
als Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der
Universität Bremen. Im Rahmen seiner interdisziplinären Tätigkeit
widmet er sich vor allem der Nutzung von kollektiver Intelligenz zur
Förderung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse.
Mai 2007, 3sat, "Beherzte Bürger - Die Zukunft unserer
Zivilgesellschaft". Zivilgesellschaftliches Handeln findet immer weniger
in Parteien, Gewerkschaften und Kirchen statt als in zweckorientierten
Selbsthilfegruppen, Netzwerken und Bürgerstiftungen. Wie sehen in
Zukunft die Voraussetzungen für eine Bürgergesellschaft aus? Und wem
nützt dieses Engagement?
"Zuerst" heißt eine neue Monatszeitschrift, die seit kurzem an vielen Kiosken erhältlich ist. In einer Kleinstadt bei Kiel sitzt die Redaktionsmannschaft. Die Macher sind bekannte Nationalkonservative oder Rechtsextremisten wie der Verleger Dietmar Munier, der das Magazin herausgibt.
Gegen das Sozialsystem in Deutschland wird an mehreren Fronten
gearbeitet.
-Betriebsräte werden neben den entsprechend
organisierten Arbeitnehmern bedrängt und systematisch repressiv von
Arbeitgebern bedrängt.
-Die Solidarität des "Gesundheitssystems" wird
massiv ausgehebelt. Versorgung durch übermässigen Medizintechnikeinsatz
und die Freiheit der Pharmafirmen bei der Preisvorgabe für Medikamente
(nur in Deutschland) verteuert.
-Der Sinn und die Handlungsgrundlagen
der sozialen Parteien wird durch die systematische Privatisierung von
Volksbesitz untergraben.
-Geld wird seit Jahrzehnten in die
internationalen Finanzmärkte verschoben. Deutsche Steuergrundlagen,
besser Vermögen, die auch im europäischen Ausland verschleiert
verbleiben, werden massiv vor Erhebung zur Steuerberechnung geschützt.
Die USA lässt sich das nicht bieten und hat z.B. die Schweiz mit Erfolg
bedrängt Ihr Bankgeheimnis aufzugeben, um an die Daten von
Steuerflüchtigen zu kommen. In Deutschland besteht dahingehend kein
Interesse die in Europa versteckten Vermögen massiv zu recherchieren.
Denn das Geld ist da.
-Kostenideologie wird in der Gesellschaft
verankert. Eine Grundlage für Selbstzerfleischung der Bürger, Angstmache
u. Denunziantentum wird vorsätzlich gelegt.
Nominiert, um am 15. Dezember bei der weltweiten CNN-YouTube Debatte gezeigt zu werden. Abstimmung hier http://www.youtube.com/user/cop15! (eingereicht ist die englische Fassung "The Bill")
In dem vierminütigen Beitrag von Peter Wedel steht der CO2-intensive Lebensstil eines Großstädters (gespielt von Benno Fürmann) im Gegensatz zu den vom Klimawandel am stärksten betroffenen Menschen in Entwicklungsländern. Weitere Infos zum Thema: www.germanwatch.org
Der Kurzfilm lief bereits erfolgreich bei den Viral Video Awards und der Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung in Berlin.
Philosophen hinterfragen den Sinn der Arbeit: Ist der „Wert Arbeit“ tatsächlich überholt? Oder ist er heute zur Strukturierung der Persönlichkeit sogar notwendiger denn je? „Paris-Berlin, die Debatte“ sucht nach Antworten zur Kultur der Arbeit jenseits der gängigen Arbeitslosen- oder Ein-Euro-Job-Diskussionen.
Ist der Mensch tatsächlich für die Arbeit geschaffen? Oder besteht die Gefahr nach der alten Parole: Sein Leben vergeuden, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Sind diese Fragen überhaupt noch aktuell, wo doch die Arbeit als Wert an sich und als Unterpfand der menschlichen Würde betrachtet wird? Die Arbeit als Wert ist jedoch ein geschichtliches Phänomen, das erst Ende des 18. Jahrhunderts aufgetaucht ist. Die Arbeit im heutigen Verständnis erfuhr in der Antike keine Wertschätzung. Auch verändert sich die Einstellung zur Lohnarbeit, zum Arbeitsmarkt überhaupt. In Deutschland gibt es beispielsweise ein Manifest der „glücklichen Arbeitslosen“. In Frankreich wurde vor ein paar Jahren das Buch „Bonjour paresse“ (etwa: Es lebe die Faulheit!) von Corinne Maier zum Bestseller. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage nach der Schaffung von Werten. Misst sich denn der Reichtum einer Gesellschaft einzig am Pro-Kopf-Einkommen? „Paris-Berlin, die Debatte“ versucht, die kulturelle Dimension von Arbeit zu erfassen, der sozialen Komponente von Arbeit gerecht zu werden und den Begriff von Arbeit neu zu füllen, der über reine Erwerbstätigkeit hinausgeht. Liegt die dazu passende Utopie vielleicht genau in jenem Bereich zwischen der Befreiung von der Arbeit und der Erfüllung in der Arbeit? Paris-Berlin diskutiert mit Daniel Tyradellis, Philosoph und Kurator der Ausstellung: „Arbeit. Sinn und Sorge“ im Hygienemuseum von Dresden.
Die Gefahren sind bekannt. Wenn wir nicht bereit sind, bis 2050 den CO2-Ausstoß zu halbieren, dann werden Teile der Welt wahrscheinlich unbewohnbar. Doch konkrete Maßnahmen werden vertagt, wie auch jetzt wieder beim Gipfel in Kopenhagen. Das hat politische und psychologische Gründe: Regierungen, Unternehmer und Normalbürger handeln in kurzen Zyklen, in Amtszeiten, Wahlperioden, Quartalszahlen. Für Umwelt- und Klimaschutz fatal. In der Steinzeit war es evolutionär sinnvoll, dass Menschen nur überschaubare, kurzfristige Probleme zu lösen versuchten. Beim Klimawandel hat dieses Verhalten katastrophale Auswirkungen.
Mit der Globalisierung der Wirtschaft haben sich auch die Verwaltungsstrukturen der Unternehmen über die Welt verbreitet. Management ist zu einem weltumspannenden Schlagwort geworden und bestimmt die Handlungsweise von Amerika bis Asien.
Organisieren, koordinieren, kommandieren, kontrollieren - die hölzerne, inzwischen weit verbreitete Sprache der Wirtschaftstechnokraten kündet von unfehlbarer Verwaltungseffizienz. Allerorten macht sich der neue Glaubenssatz von Industrialisierung und Verwestlichung breit. Von Stanford bis Tokio, von Madrid bis Dakar, von Athen bis zu den Pariser Vorstädten - überall befindet man sich im "Reich, in dem die Sonne nie untergeht", im allmächtigen Managementimperium.
ilmemacher Gérard Caillat Nach "Die Fabrikation des abendländischen Menschen" (1996, auf ARTE gesendet), ein semidokumentarischer Spielfilm über die Formen des menschlichen Zusammenlebens und "Die ENA - Spiegelbild einer Nation" aus dem Jahr 1999 (2000 auf ARTE gesendet) über Geist und Managementmethode der französischen Verwaltungshochschule stellt Filmemacher Gérard Caillat wieder einen anspruchsvollen dokumentarischen Essay vor, der sich mit einem Aspekt der Globalisierung beschäftigt: dem Management. Wie auch bei den früheren Filmen stammt der Text von dem französischen Soziologen und Sozialanthropologen Pierre Legendre.
Geschickt hat sich der Discounter bisher jedem Blick hinter die Pappkartons entzogen und sich vor öffentlicher Kritik versteckt. In seinem Film versucht Rasmus Gerlach erstmals Licht ins Dunkel zu bringen. Der Filmemacher begleitete Gewerkschaftsjournalisten bei ihrer Recherchearbeit für ein "Schwarzbuch" zur Situation der Aldi-Belegschaft. Erste Nachforschungen des Teams ergaben, dass Aldi-Süd die Wahl von Betriebsräten behindert. Aldi-Nord soll massiven Druck auf gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter ausüben und kritische Angestellte mit gezielten Testkäufen mundtot machen.
Achtung - Video ist nur bis zum 9. November online verfügbar!