[ Umwelt/Ökologie , Videos , Systemkritik ] 19 August, 2010 13:39

In der modernen Konsumgesellschaft ist die Freude darüber, etwas Schönes und Neues zu erwerben, längst dem Zwang gewichen, immer das Neueste, Beste und Schönste besitzen zu müssen. Die Waren werden kurzlebiger, das Konsumkarussell dreht sich immer schneller und die Käufer werden mit jedem erworbenen Gegenstand eher unglücklicher. Die Dokumentation beleuchtet am Beispiel der USA das Konsumverhalten der letzten 60 Jahre.

Warum wird eigentlich überall und zu jeder möglichen Tages- und Nachtzeit gekauft? Die Dokumentation analysiert auf unterhaltsame Weise die Evolution des modernen Menschen zum Konsumenten. Sie zeigt am Beispiel der USA, dem langjährigen Vorbild der westlichen Hemisphäre, die gesellschaftliche Situation vor 60 Jahren, als der Konsumterror seine Anfänge nahm. Vom neuesten Auto, das schöner und schneller zu sein hatte als das des Nachbarn, bis zum trendigen Mobiltelefon, von dem jedes Jahr ein neues angeschafft werden muss, jedes bunter und hipper als das alte Modell.
Doch auch die Konsequenzen des permanenten Konsums werden ins Bild gerückt. Denn das schöne und bisweilen erhebende Gefühl, mit dem neuen Kauf ein frisches Stück vom Glück erworben zu haben, stellt sich immer schneller als trügerisch, weil unbefriedigend, heraus. Und die Ausbeutung der Ressourcen und das Wachsen der Abfallberge werden immer offensichtlicher. So stehen der Euphorie, das Neueste, Beste und Schönste zu besitzen, die Leere nach dem Kauf und die programmierte Katastrophe für die künftigen Generationen gegenüber.

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[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 15 Juli, 2010 11:16

Die geheimen Wasserverträge der Öffentlich-Privaten Partnerschaften

Warum wird das Wasser in Berlin immer teurer? Diese und viele andere Fragen beantwortet der Film "Flüssiges Berlin" und bringt dabei die Geheimnisse der Öffentlich-Privaten Partnerschaften ans Tageslicht.

Alle Informationen zum Film auch auf:
www.ppp-irrweg.de

An dieser Stelle kann ich noch die Doku "Das Geschäft mit dem Wasser" aus der Reihe der durstige Planet empfehlen, aus der auch hervor geht das in Berlin zum Beispiel seit der PPP die Investionen in die Wasserinfrastruktur halbiert wurden.

[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 14 Juli, 2010 10:41

Atomkraft - Ja, bitte! Die Bundesregierung will die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern, den Ausstieg aus der Kernenergie rückgängig machen. Nur so könne eine günstige Stromversorgung garantiert und die Klimaschutzziele erreicht werden. 2010 ist das Jahr, in dem sich der Kampf um den Weg in die Energiezukunft entscheidet. Die Dokumentation von Steffen Judzikowski und Christian Rohde zeigt Stationen der Debatte, beantwortet Fragen zu den zentralen gesellschaftlichen Konflikten und präsentiert dazu Argumente und Belege.

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[ Umwelt/Ökologie , Systemkritik ] 15 Juni, 2010 20:18

Mit einem Diskussionsbeitrag in ak 529 fiel der Startschuss für eine Debatte in ak zum Thema "Die Linke und die sozial-ökologische Frage". Dieser Text war im Rahmen von Diskussionen innerhalb der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) entstanden. So wie im Rahmen der BUKO entstehen gerade auch andernorts Arbeits- und Diskussionszusammenhänge, die das Verhältnis von Gesellschaft und Natur aus einer herrschaftskritischen Perspektive thematisieren. Ergänzt um zusätzliche Artikel sind ein Teil der Texte in der ak-Sonderbeilage "Die Linke und die sozial-ökologische Frage" veröffentlicht. Die Broschüre kann für 4,50 Euro plus Porto per Mail an vertrieb@akweb.de bestellt werden.

ak 550 | Wer will schon gegen Gerechtigkeit sein? | Till Seidensticker, Niels Spilker, Wasilis von Rauch |
Climate Justice im Elchtest: Kampfbegriff oder mit Absicht ungefüllte Leerformel? | 21.5.2010 |

ak 549 | Climate Justice | Philip Bedall, Martina Austen |
Bezugspunkt einer Gegenhegemonie oder wolkige Leerformel? | 16.4.2010 |

ak 547 | Von Kopenhagen zur Vernetzung für Klimagerechtigkeit | Jürgen Kraus |
Perspektiven in einer Post-COP15-Welt | 19.2.2010 |

ak 546 | Die Saat für eine Klimagerechtigkeitsbewegung | Alexis Passadakis, Tadzio Müller |
Über unerfüllte Erwartungen, neue Hoffungen und die Frage nach Erfolgen | 22.1.2010 |

ak 546 | Bestenfalls ein erster Schritt | Olaf Bernau |
Sechs Schlaglichter zu den Gipfelprotesten in Kopenhagen | 22.1.2010 |

ak 546 | Der Gipfel des Scheiterns | Avanti - Projekt undogmatische Linke |
Zaghafte Schritte einer dringend notwendigen Klimabewegung | 22.1.2010 |

ak 546 | Life in Limbo? | turbulence |
Nach der Krise hängt die Welt in der Schwebe | 22.1.2010 |

ak 544 | Sieg des Klimarealismus | Achim Brunnengräber |
Warum die UN-Klimaverhandlungen so festgefahren sind | 20.11.2009 |

ak 544 | Keine Gefahr von morgen, sondern Realität von heute | Vo |
Die Südsee-Inseln im Klimastress | 20.11.2009 |

ak 544 | Emissionsrechte für den Anbau von Gen-Soja? | Javiera Rulli |
Es droht die Aufnahme der Landwirtschaft in die Clean Development Mechanismen | 20.11.2009 |

ak 544 | Handel macht Klima - Klima macht Handel | Jürgen Kraus |
Karawane von der WTO-Ministerkonferenz in Genf zum COP16-Klimagipfel in Kopenhagen | 20.11.2009 |

ak 544 | Die Energiefrage stellen! | Avanti - Projekt undogmatische Linke |
Klima- und Anti-Atom-Bewegung müssen an einem Strang ziehen | 20.11.2009 |

ak 544 | Ja klar, machen wir! | Jochen Stay |
Der Anti-Atom-Aktivist Jochen Stay antwortet Avanti | 20.11.2009 |

ak 544 | Die Karten werden neu gemischt | Hendrik Sander |
Für eine revolutionäre Realpolitik gegenüber einem Green New Deal | 20.11.2009 |

ak 543 | Kopenhagen in Sicht | Mona Bricke |
Nach der Aktionskonferenz ist vor dem Klimagipfel | 16.10.2009 |

ak 542 | Countdown to Copenhagen - wird der Klimagipfel zu einem Seattle 2.0? | Tadzio Müller |
Und: Wo bist du im Dezember? | 18.9.2009 |

ak 541 | Green New Deal à la Europäische Union | Achim Brunnengräber |
In der Klima- und Energiepolitik hält die EU am fossilistischen Wachstumsparadigma fest | 21.8.2009 |

ak 540 | Schneller, höher, weiter dem Abgrund entgegen | Hauke Benner |
Eine Debatte um Wachstumslogik tut Not | 19.6.2009 |

ak 539 | Mut zur Lücke ist gefragt | Elias Perabo |
Linker Klimaschutz und die Systemfrage | 15.5.2009 |

ak 537 | Die Entzauberung der Natur | Dirk Lehmann |
Marx' anthropozentristischer Ökologismus | 20.3.2009 |

ak 536 | Postneoliberale Antworten auf die ökologische Krise | Ulrich Brand |
Eine Skizze | 20.2.2009 |

ak 536 | Das Märchen | Tadzio Müller, Alexis Passadakis |
Überlegungen zum Green New Deal im Angesicht der (grünen) Krise | 20.2.2009 |

ak 536 | Marktplatz Kyoto | Bernd Brouns |
Die Kritik am Emissionshandel & Co. muss empirisch fundiert werden | 20.2.2009 |

ak 536 | Die neue Aktualität des "Ökosozialismus" | Frieder Otto Wolf |
Einige Klarstellungen | 20.2.2009 |

ak 535 | Den offiziellen Prozess delegitimieren! | Antirassismusbüro Bremen (ARAB) |
Thesen zum Klimagipfel in Kopenhagen | 16.1.2009 |

ak 534 | Klimapolitik in der Krise | Felix Pithan |
Antikapitalistische Positionen zur Debatte um einen Green New Deal | 19.12.2008 |

ak 533 | Einen Unterschied machen | Hendrik Sander |
Herausforderungen für klimapolitische Interventionen von links | 21.11.2008 |

ak 532 | In der Diskursfalle | Olaf Bernau |
Linke Klimapolitik muss praktischer, vielfältiger und konfrontativer werden | 17.10.2008 |

ak 531 | Schafft zwei, drei, viele Klimacamps! | Tadzio Müller |
Die Linke braucht eine eigenständige Klimapolitik | 19.9.2008 |

ak 531 | Für produktive Unruhe sorgen | Nicole Vrenegor |
Interview mit zwei InitiatorInnen des Klima-/Antiracamps in Hamburg | 19.9.2008 |

ak 530 | Natur und Arbeit sind in falscher Hand | Mitglieder der Tierrechtsaktion Nord (TAN) |
Für eine Verknüpfung der Analyse von kapitalistischer Produktionsweise und Naturbeherrschung | 15.8.2008 |

ak 530 | Ressourcenkrise als Formationsbruch | Andreas Exner, Christian Lauk, Konstantin Kulterer |
Oder: Emanzipation unter Bedingungen, die sich die Linke nicht gewünscht hat | 15.8.2008 |

ak 530 | Jenseits aller Naturromantik | Anna Blume |
Die G8 und die Ökonomie des Klimaschutzes | 15.8.2008 |

ak 529 | Sozial-ökologische Konflikte | Ulrich Brand, Bettina Köhler, Markus Wissen |
Emanzipatorische Umweltpolitik ist radikal-demokratische Gesellschaftspolitik | 20.6.2008 |

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[ Umwelt/Ökologie , Medien/Gesellschaftskritik , Videos ] 25 Mai, 2010 14:02

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[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 14 Mai, 2010 13:21
 
Tausende Kinder müssen in Westafrika auf Kakaoplantagen arbeiten - viele von ihnen sind Sklaven. Sie schuften auch für unsere Schokolade. Seit Jahren versprechen die Hersteller Besserung.  
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[ Umwelt/Ökologie , Videos , Greenwash ] 14 Mai, 2010 13:07

Als umweltfreundlich wollte der Ölkonzern gelten, dafür investierte BP Millionen in PR-Kampagnen. Viel mehr als in umweltfreundliche Technologien. Das rächt sich nun.

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[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 28 April, 2010 22:44

Laut Statistik besitzt jeder Deutsche vier Handys, eines in Benutzung und drei ausrangierte in der Schublade zuhause. Längst hat sich das Mobiltelefon vom Luxusgut zum Wegwerfartikel gewandelt. Wer denkt schon beim neuesten Handy-Schnäppchen daran, unter welchen Bedingungen die Geräte zumeist in Asien zusammen gebaut werden? Und was nach zwei bis drei Jahren damit passiert, nämlich dann, wenn sie veraltet sind und auf dem Schrott landen?

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[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 29 März, 2010 13:55
 
Für gesunde Produkte greifen wir gerne etwas tiefer in die Tasche. Undwenn Lebensmittel zudem ohne Umweltschädigung und zu gerechten Löhnehergestellt werden, haben wir auch noch ein gutes Gewissen. Doch dasBeispiel Palmöl lehrt uns etwas anderes.
 
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[ Umwelt/Ökologie , netactivism ] 19 März, 2010 16:23

Der Deutsche Bundestag möge beschließen die Neuausweisung von Braunkohletagebauen grundsätzlich zu verbieten als auch von nun an weitere in der Planung befindliche Braunkohlekraftwerke nicht mehr zu genehmigen.

Begründung:
Obwohl die Verstromung von Braunkohle mit Abstand die schädlichste und ineffizienteste Form der Energiegewinnung ist, befinden sich in Deutschland mehrere große, der Grundlast dienende Braunkohleblöcke in der Planungsphase. Auch wird von Seiten bestimmter Energiekonzerne die Ausweisung neuer Tagebaue angestrebt. Braunkohlekraftwerke erreichen von allen fossilen Kraftwerken die niedrigsten Wirkungsgrade, weisen den spezifisch höchsten Schadstoffausstoß auf und liegen oft in Gebieten, in denen eine Kraft-Wärmekopplung der Anlagen aufgrund der Ferne von Ballungszentren nur bedingt oder gar nicht möglich ist. Daneben benötigen sie enorme Flächen für die zugehörigen Tagebaue, durch welche Hunderte von Quadratkilometern Kulturlandschaft mitsamt den darauf befindlichen Dörfern abgebaggert wurden und noch immer werden. Neben der Umsiedlung von Zehntausenden von Menschen werden durch den Braunkohleabbau ganze Regionen unwiederbringlich vernichtet sowie der Wasserhaushalt angrenzender Gebiete nachhaltig gestört, was immense Folgekosten nach sich zieht.
Durch den extrem hohen Kohlendioxidausstoß (der mit ca. 1050g/kWh fast dreimal so hoch ist wie der moderner Gaskraftwerke) tragen Braunkohlekraftwerke überproportional stark zum Klimawandel bei und machen das Erreichen des EU-Klimaziels sehr unwahrscheinlich. Daneben produzieren sie Folgekosten in Milliardenhöhe (externe Kosten), die jedoch nicht die Kraftwerksbetreiber begleichen müssen, sondern von der Allgemeinheit bzw. dem Staat getragen werden müssen (vgl. die Studie „Externe Kosten der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern“). Des Weiteren behindern sie aufgrund ihrer schlechten Regelbarkeit den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Mit den im Betrieb befindlichen Kernkraftwerken, deren Laufzeit nun sehr wahrscheinlich verlängert wird, sowie bereits bestehender Braun- und z. T. auch Steinkohlekraftwerke verfügt Deutschland über sehr viele Grundlastkraftwerke, welche sich allesamt nur bedingt mit verminderter Leistung betreiben lassen. Dadurch kommt es immer häufiger zu der Situation, dass Windenergieanlagen trotz des Vorrangs im Erneuerbaren-Energie-Gesetz abgeschaltet werden müssen, da zu viel Strom produziert wird und sonst die Netze überlastet würden. Weitere Grundlastblöcke würden diese Situation noch weiter verschärfen, zumal dann, wenn wie vorgesehen der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter voranschreitet.
Da Kraftwerke durchschnittliche Laufzeiten von circa 40 Jahren haben, würden neu gebaute Braunkohlekraftwerke bis mindestens 2050 laufen, was sowohl angesichts des Klimawandels als auch der großflächigen Landschaftszerstörung, die diese Form der Stromerzeugung nach sich zieht, keinerlei Option sein kann. Zuletzt sind Braunkohlekraftwerke auch in hohem Maße sozial ungerecht, da sie einerseits den Betreibern hohe Gewinne bescheren, andererseits aber der öffentlichen Hand Milliardensummen in Form externer Kosten aufbürden.

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[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 17 März, 2010 01:26

Schon etwas älter aber recht gut strukturiert

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[ Umwelt/Ökologie , Systemkritik ] 15 März, 2010 21:45
Eine kleine Übersicht mit Artikel die ich mit den Widersprüchen des "Green News Deal" Konzeptes beschäftigen.
 
Als Einstieg kann ich den Artikel "Überlegungen zum Green New Deal im Angesicht der (grünen) Krise" empfehlen der sich mit den Themen Ökologie im(und) Kapitalismus in Bezug auf die Weltwirtschaftskrise und den strukturellen Gegebeneheit zur Zeit des New Deals und des Green New Deals beschäftigt.

Interessant ist an dieser Stelle auch der Artikel "Kapitalismus, ökologische Marktwirtschaft und Krise" der mit dem Gedanken "spielt" dass die Umweltkrise ein Marktversagen ist (Umweltschäden werden externalisiert, deswegen Marktversagen), den Problemen die entstehen wenn man versucht der Natur ein Preisschild anzuhängen bzw sie geldmäßig zu bewerten (und natürlich der Tragik der Allmende Güter).

Besonders interessant ist der Vortrag "Grüner Kapitalismus" von Tadzio Müller der sich mit den Möglichkeiten von staatlicher Kontrolle beschäftigt die im Zuge der Internalisierung von Umweltkosten auftreten. Wer lieber liest als sich den Vortrag anzuhören, dem kann ich den Artikel "Orwell in grün" empfehlen. Das ist ein Punkt der bisher sehr wenig betrachtet wird, und vor allem auch aus liberaler(im klassischen Sinn) und herrschaftskritscher Perspektive hoch interessant ist.

Als Abschluss ist der Artikel "Schneller, höher, weiter dem Abgrund entgegen - Eine Debatte um Wachstumslogik tut Not" sehr schön, der sich mit dem festhalten an dem Wachstumsparadigma beschäftigt und anhand von einigen Beispiel zeigt, dass man Wohlstandsmehrung auch mit Minuswachstum erreichen kann.


Wem das alles zu politisch oder theoretisch ist, dem kann ich "Ökologie - Das Primat des Wirtschaftswachstums beenden" von der Zeit, "Nachhaltigkeit - Nicht die Armut, das Wachstum muss bekämpft werden" ebensfalls von der Zeit, "Zum Beispiel Konsum: Lohas werden die Welt nicht retten" aus der Süddeutschen und das Das konsumistische Manifest von Spiegel Online empfehlen.
 
ps:

Die Artikel nochmal mit eigener Beschreibung:

Das Märchen: Überlegungen zum Green New Deal im Angesicht der (grünen) Krise
Im Gebälk des globalen Kapitalismus kriselt es. Es gibt so viele verschiedene Krisentendenzen, dass Verweise auf "die Krise" oft mit der Frage beantwortet werden: "Welche denn?" Meist meint jemand die Krise, die ihr Dasein zwar als "Finanzkrise" begann, schon bald aber, volljährig geworden, sich "Weltwirtschaftskrise" nennen durfte. Es könnte sich aber auch um die "Energiekrise" handeln, die für nicht wenige Menschen auf der Welt direkter spürbar ist als die Krise der Weltwirtschaft. Oder um die Klimakrise, welche selbst wieder nur ein Ausdruck der weiteren "Biokrise" ist, Folge einer selbstmörderischen Diskrepanz zwischen dem ökologischen Lebenserhaltungssystem, welches unser Überleben sichert, und dem Bedarf des Kapitals, ständig wachsen zu müssen.

Die Natur beißt zurück - Kapitalismus, ökologische Marktwirtschaft und Krise
Die Natur beißt zurück: Wirbelstürme wie in New Orleans, Pandemien wie SARS oder die Vogelgrippe, Überschwemmungen und Bodenerosion, Dürren und Hungerkatastrophen, Kriege um abnehmende Ressourcen wie Land und Wasser, drohende „Migrationsströme“ – Mike Davis sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Kapitalismus, ökologischem Kollaps sowie gesellschaftlichen Konflikten und Krisen. Die neoliberale Freisetzung des Marktes verstärkt den Druck zur Profitmaximierung und intensiviert die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft und der natürlichen Ressourcen. Oder wie Karl Marx im Kapital schreibt: „Die kapitalistische Produktion entwickelt ... nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.“

 

Tadzio Müller: Grüner Kapitalismus.
Aus einer regulationstheoretischen Perspektive stellt Müller Überlegungen über die ökologischen Modernisierungsversuche des Kapitalismus, über Potentiale des Staates, im Namen von Umwelt- und Klimaschutz Kontrolle auszuüben und über die Möglichkeiten linker Intervention dagegen an.

Orwell in grün
Der Traum vom gläsernen Kunden gekreuzt mit Überwachungsphantasien und ökologischer Korrektheit: Im Namen des Klimaschutzes könnten neue Kontrolltechniken salonfähig werden.

 

Schneller, höher, weiter dem Abgrund entgegen - Eine Debatte um Wachstumslogik tut Not
Die Linke steht der derzeitigen Wirtschaftskrise bisher relativ konzeptlos gegenüber. Das ist kein Zufall, sondern die Folge einer jahrzehntelangen Vermeidung unangenehmer Diskussionen. Gerne wird übersehen, dass die aktuelle Krise nicht nur existenzielle ökonomische, sondern auch ebenso existenzielle ökologische Aspekte hat. Nur wer das anerkennt, wird begreifen, dass ihre Ursache das Festhalten am Wachstum ist. Der Wachstumsgedanke der Moderne ist in den Köpfen der Linken aller Schattierungen genauso verankert und unhinterfragt wie in denen der KapitalismusanbeterInnen. Damit zu brechen, bringt uns zu alten Fragen, aber auch zu neuen Ufern.

 

Ökologie - Das Primat des Wirtschaftswachstums beenden
Die ökologischen Krisen zeigen es deutlich: Ein auf Wachstum begründetes Entwicklungsmodell ist heute nicht mehr tragfähig.

Nachhaltigkeit - Nicht die Armut, das Wachstum muss bekämpft werden
Ungebremstes Wachstum wird nicht mehr nur von Ökoradikalen, sondern auch von Vertretern des Establishments infrage gestellt. Doch das Umdenken bleibt zumeist halbherzig.

Zum Beispiel Konsum: Lohas werden die Welt nicht retten
Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, in "Uns gehört die Welt!" erklärt er Macht und Machenschaften von Konzernen - für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo Wirtschaft plastisch. Heute: Warum Lohas blauäugig sind!

Das konsumistische Manifest
Konsumkritiker sind anscheinend die ersten, die durch die Finanzkrise arbeitslos geworden sind: Einkaufen gilt plötzlich als erste Bürgerpflicht. Wer richtig shoppt, rettet Wirtschaft und Umwelt, heißt es. Was für ein Irrsin

[ Umwelt/Ökologie , Videos ] 11 März, 2010 01:52

dieStory

Widerstand regt sich in der Provinz: „Markt und Privatisierung können nicht alles regulieren. Acht kleine münsterländische Gemeinden wollen wieder unabhängig werden. Strom, Gas und Wasser – das wollen sie zu ihren Bedingungen und zu ihren Preisen selbst verkaufen. Bürgermeister Himmelmann hat ehrgeizige Ziele. So soll möglicht viel Strom vor Ort aus erneuerbaren Energien produziert werden. Und der soll billiger werden.

Quelle

[ Umwelt/Ökologie , Videos , Systemkritik ] 20 Februar, 2010 15:50

dieStory

die story zeigt, was cradle to cradle will. Sie folgt den Spuren von Michael Braungart, der weltweit bei vielen Projekten engagiert ist, und sie beschreibt die Schwierigkeiten auf die cradle to cradle bei deutschen Politikern trifft.

mehr Infos

Video

[ Position und Debatte , Umwelt/Ökologie , Medien/Gesellschaftskritik , Kapitalismuskritik ] 09 Februar, 2010 19:50

Eine schon "etwas" ältere (2008) aber immer noch aktuelle Ausgabe von reflect! die sich mit dem Thema Klimawandel beschäftigt:

Die letzte Schlacht gewinnen wir? Das Klima, die Zeit und die radikale Linke
von Alexis Passadakis & Tadzio Müller

Die Natur beißt zurück: Kapitalismus, Ökologische Marktwirtschaft und Krise
von Mario Candeias

Das Papier nicht wert: Monokulturen und Klima
von Stefan Thimmel

Von fossilen Dinosauriern und aufstrebenden Öko-Pionieren: Die deutsche Energiepolitik im Kontext postfordistischer Naturverhältnisse
von Hendrik Sander

Gender, Klimawandel und Biodiversität: Zusammenhänge zwischen Biodiversität und Geschlechterverhältnissen
von Julika Schmitz

Steigende Meere, sinkende Erträge: Wie Klimawandel und Hunger zusammenhängen
von Tobias Bauer

Freie Stromversorgung in Südafrika: Empowerment oder Disziplinierung?
von Greg Ruiters

Niemand steht außen: Eine Kritik an Agrotreibstoffen als radikale Gesellschaftskritik
von Andreas Hetzer

Die Eigentumsfrage: Wege zum Klimakommunismus
von initiative k

Deutsche Küche: Warum Fleischkonsum das globale Klima und den Hunger in der Welt anheizt
von Christian Noll

Konsum Global: Entdeckungsreise durch die globalisierte Stadt
von Boris Demrovski

Das Bett im Musikzimmer: Drei Episoden vom Konsum
von Dorothea Müth

Die Axt am Pfeiler des Kapitalismus: Konsumkritik als Zugang zur Kapitalismuskritik
von Chris Methmann

Pipeline durchs Biotop: Die verfehlte Klimaschutzagenda der Weltbank
von Daniela Setton

Orwell in grün: Neue Kontrolltechniken im Namen des Klimaschutzes
von Niels Boeing

Quelle

[ Umwelt/Ökologie , Kapitalismuskritik ] 27 Januar, 2010 14:29

Ein recht interessanter Artikel der auf die fehlgeleitet Bewertung öffentlicher Güter und/oder Umweltressourcen/schäden durch den "Markt" eingeht und das grundsätzliche Problem einer monetären Bewertung dieser "Güter" aufzeigt bzw andeutet.

Regionale Produkte kaufen und auf lange Transportwege verzichten: So meint der Normalbürger das Klima schonen zu können. Doch oft stimmt diese Rechnung überhaupt nicht. 

Artikel bei Zeit Online

[ Umwelt/Ökologie ] 22 Dezember, 2009 19:51

Studien

Rosa Luxenburg Stiftung: grüner kapitalismus - krise, klimawandel und kein ende des wachstums
Vorwort
Studie zum Download

Heinrich Böll Stiftung: Auf dem Weg zu einem Green New Deal - Die Klima- und Wirtschaftskrise als transatlantische Herausforderung
Vorwort
Studie zum Download

Stiftung Wissenschaft und Politik: Macht die Sparlampen heller. Ökologisch korrekter Konsum ist gut für das eigene Gewissen und fürs Prestige - dem Klima nützt er nur wenig
Artikel Download

Stiftung Wissenschaft und Politik: Strategischer Konsum statt nachhaltiger Politik? Ohnmacht und Selbstüberschätzung des "klimabewussten" Verbrauchers
Artikel Download

Bundeskoordination Internationalismus: Positionspapier des Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie zum Klimawandel
Vorwort
Artikel Download

Podcast und Diskussion

Green New Deal - Lösung der ökologischen Krise oder nur ein grüner Kapitalismus?

Dokumentation eines Streitgesprächs mit Ralf Fücks und Elmar Altvater. Auftaktveranstaltung des Rates für radikale Realpolitik – der neuen Zukunftskommission der RLS.
Artikel und Videozusammenfassung

Boykottieren oder kaufen – Wie Moral und Konsum zusammenhängen
Zusammenfassung
Mp3

Presse

Das konsumistische Manifest
Konsumkritiker sind anscheinend die ersten, die durch die Finanzkrise arbeitslos geworden sind: Einkaufen gilt plötzlich als erste Bürgerpflicht. Wer richtig shoppt, rettet Wirtschaft und Umwelt, heißt es. Was für ein Irrsinn!
Artikel bei Spiegel Online

Das Primat des Wirtschaftswachstums beenden
Die ökologischen Krisen zeigen es deutlich: Ein auf Wachstum begründetes Entwicklungsmodell ist heute nicht mehr tragfähig.
Artikel bei Zeit Online

Nachhaltiger Konsum - Wunderbare Welt der Lohas
Kann ein neues Öko-Milieu namens Lohas mittels bewussten Konsums tatsächlich die Welt und die Rendite retten? Wer sind diese Lohas überhaupt?
Artikel bei Taz Online

Die Wahrheit über Lohas - Egoistische Konsumguerilla
Sie sind die Ökos der zweiten Generation. Mit ihrem Konsum wollen Lohas die Welt nachhaltig verbessern. Doch laut einer Studie nur für sich selbst.
Artikel bei SZ Online

Nicht die Armut, das Wachstum muss bekämpft werden

Ungebremstes Wachstum wird nicht mehr nur von Ökoradikalen, sondern auch von Vertretern des Establishments infrage gestellt. Doch das Umdenken bleibt zumeist halbherzig.
Artikel bei Zeit Online

Blogs

Korrekte Konsumenten - Richtiges Einkaufen in der falschen Ökonomie

Artikel bei jetzt.sueddeutsche.de

 

Zum Beispiel Konsum: Lohas werden die Welt nicht retten 

Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, in "Uns gehört die Welt!" erklärt er Macht und Machenschaften von Konzernen - für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo Wirtschaft plastisch. Heute: Warum Lohas blauäugig sind!

Artikel bei jetzt.sueddeutsche.de 

Ergänzungen sind immer gern gesehen!

[ Umwelt/Ökologie ] 19 Dezember, 2009 00:06

Zum Ende des Klimagipfels in Kopenhagen möchte ich auf ein meiner Meinung nach ausgesprochen guten und interessanten Kommentar von der BUKO hinweisen, der eine Kernaussage beinhaltet die ich in den letzten Wochen sehr vermisst habe. Es wurde viel Aufmerksamkeit auf dem Symptome des Klimawandels und deren Bekämpfung gerichtet, aber es wurde sich wenig bis gar nicht mit den grundlegenden, systembedingten Ursachen des Klimawandels beschäftigt. Der BUKO-Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie hat es geschafft kurz und klar genau auf diese Probleme hinzuweisen:

Das Positionspapier des BUKO-Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie (ASSÖ) will zu der Debatte um den Klimawandel, insbesondere im Bezug auf den UN-Klimagipfel in Dezember 2009 in Kopenhagen, zu einer kritischen Analyse des hegemonialen Diskurses und zur Diskussion um die Inhalte einer emanzipativen, herrschaftskritischen Gegenbewegung beitragen. In dem folgenden Text vertreten wir die These, dass von den Klimaverhandlungen in Kopenhagen nichts zu erwarten ist. Sie sind Teil offizieller Klimapolitik, die zur Lösung des Klimaproblems auf diejenigen Marktkräfte setzt, die die sozial-ökologische Krise erst verursacht haben. Wichtig ist aus unserer Sicht nicht der Ausgang der Klimaverhandlungen in Kopenhagen, wichtig sind die Verknüpfung der Diskussion um „Umweltprobleme“ mit Herrschafts– und Kapitalismuskritik und die Entwicklung von Alternativen zur herrschenden Klimapolitik. Wir wollen – mit anderen Worten – die sich verschärfende ökologische Krise ernst nehmen, ohne darüber den systemkritischen Kopf zu verlieren.

Das ganze Papier lesen...

Die englische Fassung lesen...

Die spanische Fassung lesen...

Mehr Informationen zum ASSÖ...

[ Umwelt/Ökologie , Medien/Gesellschaftskritik , Videos ] 22 November, 2009 15:16

Die Gefahren sind bekannt. Wenn wir nicht bereit sind, bis 2050 den CO2-Ausstoß zu halbieren, dann werden Teile der Welt wahrscheinlich unbewohnbar. Doch konkrete Maßnahmen werden vertagt, wie auch jetzt wieder beim Gipfel in Kopenhagen. Das hat politische und psychologische Gründe: Regierungen, Unternehmer und Normalbürger handeln in kurzen Zyklen, in Amtszeiten, Wahlperioden, Quartalszahlen. Für Umwelt- und Klimaschutz fatal. In der Steinzeit war es evolutionär sinnvoll, dass Menschen nur überschaubare, kurzfristige Probleme zu lösen versuchten. Beim Klimawandel hat dieses Verhalten katastrophale Auswirkungen.

Quelle

[ Umwelt/Ökologie , Podcast ] 12 November, 2009 09:53

Von der einstigen Pilotanlage zur Wiederaufbereitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken sind außer verstrahlten Gebäuden noch 60.000 Liter "Atomsuppe" übrig. Das flüssige Gift aus 20 Jahren Versuchsbetrieb lagert wenige Kilometer von der Karlsruher Innenstadt entfernt, auf dem Gelände des Forschungszentrums. 12 Kilogramm Plutonium, etwa 600 Kilogramm Uran und jede Menge Spaltprodukte wie Cäsium- oder Strontium-Isotope befinden sich dort in riesigen Edelstahltanks. Die selbst erhitzende Mischung muss ständig gerührt und gekühlt werden.

Seit die Pilotanlage zur Wiederaufbereitung 1991 gestoppt wurde, war klar, dass die gefährlich strahlende Restbrühe an einen sicheren Platz gebracht werden muss. So wurde eine eigens auf die Atomsuppe zugeschnittene Verglasungsanlage in Karlsruhe gebaut. Seit ungefähr zwei Jahren steht sie bereit, doch immer neue Sicherheitslücken bei der Verarbeitung wurden aufgespürt. Das hat die Anlage enorm verteuert. Heute belaufen sich die Kosten auf rund 2,6 Milliarden Euro für die Verglasung der Atomsuppe und den Rückbau der verstrahlten Anlagen.

Quelle

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