In der modernen Konsumgesellschaft ist die Freude darüber, etwas
Schönes und Neues zu erwerben, längst dem Zwang gewichen, immer das
Neueste, Beste und Schönste besitzen zu müssen. Die Waren werden
kurzlebiger, das Konsumkarussell dreht sich immer schneller und die
Käufer werden mit jedem erworbenen Gegenstand eher unglücklicher. Die
Dokumentation beleuchtet am Beispiel der USA das Konsumverhalten der
letzten 60 Jahre.
Warum wird eigentlich überall und zu jeder möglichen Tages- und
Nachtzeit gekauft? Die Dokumentation analysiert auf unterhaltsame Weise
die Evolution des modernen Menschen zum Konsumenten. Sie zeigt am
Beispiel der USA, dem langjährigen Vorbild der westlichen Hemisphäre,
die gesellschaftliche Situation vor 60 Jahren, als der Konsumterror
seine Anfänge nahm. Vom neuesten Auto, das schöner und schneller zu
sein hatte als das des Nachbarn, bis zum trendigen Mobiltelefon, von
dem jedes Jahr ein neues angeschafft werden muss, jedes bunter und
hipper als das alte Modell.
Doch auch die Konsequenzen des permanenten Konsums werden ins Bild
gerückt. Denn das schöne und bisweilen erhebende Gefühl, mit dem neuen
Kauf ein frisches Stück vom Glück erworben zu haben, stellt sich immer
schneller als trügerisch, weil unbefriedigend, heraus. Und die
Ausbeutung der Ressourcen und das Wachsen der Abfallberge werden immer
offensichtlicher. So stehen der Euphorie, das Neueste, Beste und
Schönste zu besitzen, die Leere nach dem Kauf und die programmierte
Katastrophe für die künftigen Generationen gegenüber.
Mit einem Diskussionsbeitrag in ak 529 fiel der
Startschuss für eine Debatte in ak zum Thema "Die Linke und die
sozial-ökologische Frage". Dieser Text war im Rahmen von Diskussionen
innerhalb der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)
entstanden. So wie im Rahmen der BUKO entstehen gerade auch andernorts
Arbeits- und Diskussionszusammenhänge, die das Verhältnis von
Gesellschaft und Natur aus einer herrschaftskritischen Perspektive
thematisieren. Ergänzt um zusätzliche Artikel sind ein Teil der Texte in
der ak-Sonderbeilage "Die Linke und die sozial-ökologische
Frage" veröffentlicht. Die Broschüre kann für 4,50 Euro plus Porto per
Mail an vertrieb@akweb.de
bestellt werden.
ak 550 | Wer
will schon gegen Gerechtigkeit sein? | Till Seidensticker,
Niels Spilker,
Wasilis von Rauch |
Climate Justice im Elchtest: Kampfbegriff oder mit Absicht ungefüllte
Leerformel? | 21.5.2010 |
ak 549 | Climate
Justice | Philip Bedall, Martina Austen |
Bezugspunkt einer Gegenhegemonie oder wolkige Leerformel? | 16.4.2010
|
ak 544 | Handel
macht Klima - Klima macht Handel | Jürgen Kraus |
Karawane
von der WTO-Ministerkonferenz in Genf zum COP16-Klimagipfel in
Kopenhagen | 20.11.2009 |
ak 544 | Die
Energiefrage stellen! | Avanti - Projekt undogmatische
Linke |
Klima- und Anti-Atom-Bewegung müssen an einem Strang ziehen |
20.11.2009 |
ak 544 | Ja
klar, machen wir! | Jochen Stay |
Der Anti-Atom-Aktivist
Jochen Stay antwortet Avanti | 20.11.2009 |
ak 544 | Die
Karten werden neu gemischt | Hendrik Sander |
Für eine
revolutionäre Realpolitik gegenüber einem Green New Deal | 20.11.2009
|
ak 543 | Kopenhagen
in Sicht | Mona Bricke |
Nach der Aktionskonferenz ist vor
dem
Klimagipfel | 16.10.2009 |
ak 541 | Green
New Deal à la Europäische Union | Achim Brunnengräber |
In
der Klima- und Energiepolitik hält die EU am fossilistischen
Wachstumsparadigma fest | 21.8.2009 |
ak 531 | Für
produktive Unruhe sorgen
| Nicole Vrenegor |
Interview mit zwei InitiatorInnen des
Klima-/Antiracamps in Hamburg | 19.9.2008 |
ak 530 | Natur
und Arbeit sind in falscher Hand
| Mitglieder der Tierrechtsaktion Nord (TAN) |
Für eine
Verknüpfung der Analyse von
kapitalistischer Produktionsweise und Naturbeherrschung | 15.8.2008
|
ak 530 | Ressourcenkrise
als Formationsbruch |
Andreas Exner, Christian Lauk, Konstantin Kulterer |
Oder:
Emanzipation unter Bedingungen, die
sich die Linke nicht gewünscht hat | 15.8.2008 |
Der Euro steht vor einer entscheidenden Woche, weshalb "3satbörse"
das Thema der Sendung von Freitag, 21. Mai, geändert hat. Politiker
diskutieren einschneidende Veränderungen bei der europäischen
Finanzaufsicht. Hochspekulative Anlageformen sollen beschränkt werden,
neue Abgaben auf Börsengeschäfte sind im Gespräch. Fesseln, um die
"Wölfe der Kapitalmärkte" an die Kette zu legen.
Doch wie fest
haben die Europäer die Zügel eigentlich in der Hand? Beim Spiel mit den
Milliarden der EU-Devisen lassen sich die Mitspieler bislang nicht in
die Karten schauen. Wann geben die USA ihr Pokerface endlich auf und
bekennen Farbe? Wie lange gehen die Chinesen noch mit? Haben die
Spekulanten tatsächlich so ein gutes Blatt wie es scheint?
Die
Politiker müssen das Vertrauen in den Euro wieder herstellen. Es geht um
alles oder nichts.
Die Autoren Carsten Rau und Hauke Wendler haben Märkte besucht, die Auszeichnungen erhalten haben, die vor allem aber Umsatz machen sollen. Sie haben Kaufleute getroffen, die Mogelpackungen kritisieren und sie doch in ihren Regalen stehen haben. Und immer wieder bekamen sie eine Antwort zu hören: Der "mündige Kunde" könne doch selbst entscheiden. Kann er das wirklich?
Verhaltensökonomie - die Stunde der Verführer
Die alte ökonomische Theorie beruht auf einem falschen Menschenbild – und ist daher oft fehlgeleitet, meinen viele Ökonomen. Der "Homo oeconomicus" hat ausgedient.
Finanzkrise 2.0. Eine sehr aktuelle Dokumentation über die Akteure der
Finanzmärkte, die hilflose Politik und über irritierte Bürger, die
lernen, die Mechanismen und Denkweise der "Geld- und Paragraphenmacht"
zu verstehen.
Kaum jemand kannte den Münchner Bankenriesen mit dem
Namenskürzel HRE. Dabei war die Hypo Real Estate Bank 400
Milliarden Euro schwer - so groß wie die berüchtigte
amerikanische Investmentbank „Lehman Brothers“. Heute
steht auch der Name HRE in der Öffentlichkeit für Gier,
Größenwahn und Inkompetenz. Sie ist der teuerste
Rettungsfall der Deutschen Wirtschaftsgeschichte: Mit knapp 100
Milliarden Euro bürgen Staat und Steuerzahler für deren
Schulden.
HRE ist der teuerste Rettungsfall der Deutschen Wirtschaftsgeschichte: Mit knapp 100 Milliarden Euro bürgen Staat und Steuerzahler für deren Schulden. Hubert Seipel befragte Sanierer, Verhandler und Manager. Und er gelangte an zahlreiche interne Unterlagen über die Hintergründe dieses einzigartigen Wirtschaftskrimis.
Tele-Akademie:
Ex-Staatssekretär im Bundesfinanzministerium
jetzt Chefvolkswirt bei der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung
Prof. an der Hamburger Uni für Wirtschaft und Politik
Eine kleine Übersicht mit Artikel die ich mit den Widersprüchen des "Green News Deal" Konzeptes beschäftigen.
Als Einstieg kann ich den Artikel "Überlegungen zum Green New Deal im Angesicht der (grünen) Krise"
empfehlen der sich mit den Themen Ökologie im(und) Kapitalismus in
Bezug auf die Weltwirtschaftskrise und den strukturellen Gegebeneheit
zur Zeit des New Deals und des Green New Deals beschäftigt.
Interessant ist an dieser Stelle auch der Artikel "Kapitalismus, ökologische Marktwirtschaft und Krise" der mit dem Gedanken "spielt" dass die Umweltkrise ein Marktversagen ist (Umweltschäden werden externalisiert,
deswegen Marktversagen), den Problemen die entstehen wenn man versucht
der Natur ein Preisschild anzuhängen bzw sie geldmäßig zu bewerten (und
natürlich der Tragik der Allmende Güter).
Besonders interessant ist der Vortrag "Grüner Kapitalismus" von Tadzio Müller der sich mit den Möglichkeiten von staatlicher Kontrolle beschäftigt die im Zuge der Internalisierung von Umweltkosten auftreten. Wer lieber liest als sich den Vortrag anzuhören, dem kann ich den Artikel "Orwell in grün"
empfehlen. Das ist ein Punkt der bisher sehr wenig betrachtet wird, und
vor allem auch aus liberaler(im klassischen Sinn) und
herrschaftskritscher Perspektive hoch interessant ist.
Das Märchen: Überlegungen zum Green New Deal im Angesicht der (grünen) Krise
Im Gebälk des globalen Kapitalismus kriselt es. Es gibt so viele verschiedene Krisentendenzen, dass Verweise auf "die Krise" oft mit der Frage beantwortet werden: "Welche denn?" Meist meint jemand die Krise, die ihr Dasein zwar als "Finanzkrise" begann, schon bald aber, volljährig geworden, sich "Weltwirtschaftskrise" nennen durfte. Es könnte sich aber auch um die "Energiekrise" handeln, die für nicht wenige Menschen auf der Welt direkter spürbar ist als die Krise der Weltwirtschaft. Oder um die Klimakrise, welche selbst wieder nur ein Ausdruck der weiteren "Biokrise" ist, Folge einer selbstmörderischen Diskrepanz zwischen dem ökologischen Lebenserhaltungssystem, welches unser Überleben sichert, und dem Bedarf des Kapitals, ständig wachsen zu müssen.
Die Natur beißt zurück - Kapitalismus, ökologische Marktwirtschaft und Krise
Die Natur beißt zurück: Wirbelstürme wie in New Orleans, Pandemien wie SARS oder die Vogelgrippe, Überschwemmungen und Bodenerosion, Dürren und Hungerkatastrophen, Kriege um abnehmende Ressourcen wie Land und Wasser, drohende „Migrationsströme“ – Mike Davis sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Kapitalismus, ökologischem Kollaps sowie gesellschaftlichen Konflikten und Krisen. Die neoliberale Freisetzung des Marktes verstärkt den Druck zur Profitmaximierung und intensiviert die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft und der natürlichen Ressourcen. Oder wie Karl Marx im Kapital schreibt: „Die kapitalistische Produktion entwickelt ... nur die Technik und Kombination des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, indem sie zugleich die Springquellen alles Reichtums untergräbt: die Erde und den Arbeiter.“
Tadzio Müller: Grüner Kapitalismus.
Aus einer regulationstheoretischen Perspektive stellt Müller Überlegungen über die ökologischen Modernisierungsversuche des Kapitalismus, über Potentiale des Staates, im Namen von Umwelt- und Klimaschutz Kontrolle auszuüben und über die Möglichkeiten linker Intervention dagegen an.
Orwell in grün
Der Traum vom gläsernen Kunden gekreuzt mit Überwachungsphantasien und ökologischer Korrektheit: Im Namen des Klimaschutzes könnten neue Kontrolltechniken salonfähig werden.
Schneller, höher, weiter dem Abgrund entgegen - Eine Debatte um Wachstumslogik tut Not
Die Linke steht der derzeitigen Wirtschaftskrise bisher relativ konzeptlos gegenüber. Das ist kein Zufall, sondern die Folge einer jahrzehntelangen Vermeidung unangenehmer Diskussionen. Gerne wird übersehen, dass die aktuelle Krise nicht nur existenzielle ökonomische, sondern auch ebenso existenzielle ökologische Aspekte hat. Nur wer das anerkennt, wird begreifen, dass ihre Ursache das Festhalten am Wachstum ist. Der Wachstumsgedanke der Moderne ist in den Köpfen der Linken aller Schattierungen genauso verankert und unhinterfragt wie in denen der KapitalismusanbeterInnen. Damit zu brechen, bringt uns zu alten Fragen, aber auch zu neuen Ufern.
Zum Beispiel Konsum: Lohas werden die Welt nicht retten
Er hat das "Schwarzbuch Markenfirmen" geschrieben, in "Uns gehört die Welt!" erklärt er Macht und Machenschaften von Konzernen - für jetzt.de macht Klaus Werner-Lobo Wirtschaft plastisch. Heute: Warum Lohas blauäugig sind!
Das konsumistische Manifest
Konsumkritiker sind anscheinend die ersten, die durch die Finanzkrise arbeitslos geworden sind: Einkaufen gilt plötzlich als erste Bürgerpflicht. Wer richtig shoppt, rettet Wirtschaft und Umwelt, heißt es. Was für ein Irrsin
die story zeigt, was cradle to cradle will. Sie folgt den Spuren von Michael Braungart, der weltweit bei vielen Projekten engagiert ist, und sie beschreibt die Schwierigkeiten auf die cradle to cradle bei deutschen Politikern trifft.
Gegen das Sozialsystem in Deutschland wird an mehreren Fronten
gearbeitet.
-Betriebsräte werden neben den entsprechend
organisierten Arbeitnehmern bedrängt und systematisch repressiv von
Arbeitgebern bedrängt.
-Die Solidarität des "Gesundheitssystems" wird
massiv ausgehebelt. Versorgung durch übermässigen Medizintechnikeinsatz
und die Freiheit der Pharmafirmen bei der Preisvorgabe für Medikamente
(nur in Deutschland) verteuert.
-Der Sinn und die Handlungsgrundlagen
der sozialen Parteien wird durch die systematische Privatisierung von
Volksbesitz untergraben.
-Geld wird seit Jahrzehnten in die
internationalen Finanzmärkte verschoben. Deutsche Steuergrundlagen,
besser Vermögen, die auch im europäischen Ausland verschleiert
verbleiben, werden massiv vor Erhebung zur Steuerberechnung geschützt.
Die USA lässt sich das nicht bieten und hat z.B. die Schweiz mit Erfolg
bedrängt Ihr Bankgeheimnis aufzugeben, um an die Daten von
Steuerflüchtigen zu kommen. In Deutschland besteht dahingehend kein
Interesse die in Europa versteckten Vermögen massiv zu recherchieren.
Denn das Geld ist da.
-Kostenideologie wird in der Gesellschaft
verankert. Eine Grundlage für Selbstzerfleischung der Bürger, Angstmache
u. Denunziantentum wird vorsätzlich gelegt.