Squat Tempelhof und freundeskreis videoclips präsentieren das “Alternate Reality Game”. In sechs Stationen werden die Grundlagen dafür vermittelt, künstlerisch-sportliche Betätigungen in den urbanen Raum einzubinden und diesen zu verändern. Das Aktionstraininng fand am 14. Juni 2009 im Görlitzer Park (Berlin) statt.
Squat Tempelhof verfolgt ein offenes Aktionskonzept. Für jede und jeden soll es die Möglichkeit geben, sich an der Aktion zu beteiligen. Deshalb werden ganz unterschiedliche Beteiligungsformen möglich sein, darunter etwa:
Du willst nicht auf das Gelände gehen, trotzdem vor Ort sein und vielleicht außerhalb des Zauns für Ablenkung sorgen.
Du würdest auf das Gelände gehen, aber eher erst dann, wenn es schon offen ist. Ablenken würdest du aber auch.
Fixgearräder oder auch Fixis scheinen mehr und mehr in Mode zukommen, sogar die Polizei scheint mittlerweile etwas von dem Trend mitbekommen zu haben. Fixgearräder, als Fahrräder mit einem festen Gang oder eine festen Übersetzung ermöglichen es nicht nur rückwärts zu fahren sondern auch durch reine Pedalkraft das Rad zum stehen zu bringen. Diese Möglichkeit verschafft dem versiert, und ambitionierten Radfahrer das Rad auf die absolute Essenz des Radfahrens zu reduzieren. Rahmen, Reifen, Lenker. Ich muss zugeben, ich beneide durchaus die Leute die sich mit ihren 30 cm breiten Lenkern durch noch schmalere Lücken drängen können als ich, aber ich möchte weder auf meine beiden Bremsen verzichten, und noch viel weniger auf die Klingel. Mir hat vor allem auch die Vorradradbremse schon das eine oder andere Mal das Leben gerettet (mit relativen Erfolg) und ich kann verstehen, dass ein Fahrrad zwei Bremsen haben sollte. Ich kann sogar die groß angelegten Fahrradkontrollen verstehen, auch wenn Polizeikontrollen jeglicher Art ein sehr großes Stressmoment für mich darstellen (jahrelange negative Konditionierung).
Was ich aber wirklich, wirklich krank und vollkommen unverhältnismäßig finde ist, dass die Fixis, zur Gefahrenabwehr beschlagnahmt werden. Es werden also Fahrradkontrollen durchgeführt, und die Fixis werden den von Besitzern einzogen, ohne das diese die Möglichkeit haben, die Verkehrstüchtigkeit nachträglich herzustellen. Hört sich verrückt an, aber seht selbst:
Stellt euch mal vor sie würden es mit Autos genauso halten ...
Momentan haben wir leider viel um die Ohren, deswegen ist es gerade etwas still. Aber ich habe mich gestern nach einiger Zeit mal wieder bei meiner Mutter gemeldet, die mich durchaus interessiert fragte, ob ich etwas von den Unruhen mitbekommen hätte. Ich habe natürlich zunächst an die vielenBullen Polizei gestern gedacht, und hatte im ersten Moment den Gedanken, verdammt, haste wieder was nicht mitbekommen. Nach kurzen Überlegen, stufte ich die Sanitäter, die mir erklärt haben das es keine Demo oder so sondern ein 5 * 5000 m Staffellauf (ich habe erst 5 * 500 KM verstanden und war etwas entsetzt) statt fand, als glaubwürdig ein. Und dann endlich war der Groschen gefallen, die Freiraum Aktionstage und der Brandanschlag auf Robben & Wientjesvon zu dem sich das Wir bleiben Alle Bündnisklar distanziert kritisch geäußert hat, der wohl in der Gazette NWZ (1 Video, 2, 3, 4) thematisiert wurde. Aus diesen Grund wollte ich auf den schönen Beitrag “Action Days” - Autonome Freiraumtage hinweisen, sowie für die ganz faulen ein Videobeitrag bei Polylux. Außerdem noch auf das Video der Hausbesetzung, mit einem der letzten Gründe vielleicht doch mit den Gedanken zu spielen in Kreuzberg/Friedrichshain die Grünen (bzw einen Grünen) zu wählen.
Die Stadt verändert sich. Unsere Kieze werden umgekrempelt. Nach Prenzlauer Berg und Mitte sind Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln als lukrative Innenstadtbezirke mit direkter Flussanbindung, schönen Altbauwohnungen und einer kreativen Subkultur entdeckt worden. Jetzt ist auch Kreuzberg really chique, en vogue, the place to be… Endlich gibt es auch hier die Musterbaustellen der neoliberalen Umwälzung. Die revolutionäre 1.Mai 2008 Demo richtet sich gegen die damit einhergehende Privatisierung, die Teuerung und die Verdrängung der nicht-reichen Bevölkerung aus dem Kiez.
Revolutionäre 1.Mai-Demo | 18 Uhr | U-Bhf. Kottbusser Tor
Special-Guests ab 17 Uhr: KENY ARKANA und BANDA BASSOTTI
Es war knapp, ich habe vorher recht ordentlich gezittert, aber es ist gerade noch mal gut gegangen. Bei Media Spree versenken, sind wir hoffentlich mindestens genau so erfolgreich...
Wirtschaftslobby, Springer-Konzern und die konservative Opposition scheitern trotz einer Millionenkampagne für den Flughafen Tempelhof Der erste Volksentscheid in Berlin ist gescheitert . Die Gegner einer Schließung des Flughafens Tempelhof haben bei der Abstimmung am Sonntag deutlich verloren. Für einen Erfolg wäre die Zustimmung von 25 Prozent der Wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner notwendig gewesen. Am Ende konnte die "Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof" (ICAT) aber nur 21,7 Prozent mobilisieren. Damit steht fest, dass der Flughafen spätestens 2011 geschlossen wird. Dann soll der neue Airport Berlin-Brandenburg in Betrieb genommen werden.
In Berlin sind viele Haus- und Wohnprojekte von Räumung bedroht. Die Früchte des Zorns haben einen Solisong für die betroffenen Projekte und die Wir-bleiben-alle-Kampagne rausgebracht.
Nach der Prügelattacke eines Polizisten auf eine unbeteiligte Myfest-Besucherin am Abend des 1. Mai in Kreuzberg hat die Staatsanwaltschaft jetzt das Verfahren eingestellt. Ein Vorgesetzter hatte den Schlagstockeinsatz gegen Unbeteiligte erlaubt.
Wie der Tagesspiegel erfuhr, hatte der Polizeiführer deshalb ab 23 Uhr den Einsatz von Reizgas und Tonfa „gegenüber Menschenmengen“ angeordnet – und zwar offenbar auch gegen Leute, die bloß im Weg standen. So zitiert Ratzmann in seinem Brief an Körting die Aussage des Polizeiführers: Diese „polizeilichen Einsatzmittel“ durften demnach „auch gegen vermeintlich unbeteiligte Personen eingesetzt werden, sofern sie oder ihre Anwesenheit Angriffe gegen andere Menschen, Polizeibeamte oder Sachen begünstigen.“
Billige Mieten für Anwohner_innen statt hohe Profite für Immobilienbesitzer – Öffentliche Parks und Spielplätze statt Konzernzentralen – Wagenplätze und Hausprojekte statt Büroblöcke – Kostenlose BVG statt Autowahn – Bäume statt Werbetafeln – Alternative Bildung und Kultur statt Konsum und Kommerz
Informativer und demonstrativer Kiezspaziergang vom Boxhagener Platz über Oberbaumbrücke und Wrangelkiez zur Köpi (Köpenicker Straße Höhe Verdi). Kommt zahlreich, bringt Transparente mit, überlegt euch lustige Aktionen... Samstag, 19.04.08, 14 Uhr Boxhagener Platz/Friedrichshain
Dieses Wochenende findet im Berliner Mehringhof eine Konferenz mit verschiedensten Workshops zu linken politischen Initiativen und sozialen Bewegungen statt, die sich mit neoliberaler Stadtpolitik auseinandersetzen. Das Programm reicht von der Organisierung im Stadtteil bis zum Widerstand gegen Großprojekte, vom Kampf gegen Ausgrenzungspolitiken bis zur Bedeutung queerer Räume, von der Beschäftigung mit Kontrollstrategien bis zur Hinterfragung, welchen Anteil ursprünglich links-alternative Strategien, Identitäten und Arbeitsweisen bei der neoliberalen Umstrukturierung der Stadt haben. Nebenbei werden Filme gezeigt, es wird zu einzelnen Stadtspaziergängen geladen, und es gibt Streetart-Workshops.
Los geht es am Freitagabend (11.4.) um 19:30 mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Linker Neoliberalismus?". Der Samstag beginnt mit ein paar Crashkursen zu Grundbegriffen wie "neoliberale Stadt" oder "Right to the City". Nachmittags und Sonntag vormittag gibt es dann Unmengen von AG's und mehr, am Sonntag nachmittag schließt die Konferenz mit einer Abschlussveranstaltung.
Das Ziel das Projektes Mediaspree ist die Luxussanierung und Umgestaltung des Spreeufers in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, um dort Medienunternehmen und andere Konzerne anzusiedeln. Das Spreeufer soll, abgesehen von einem 10m breiten Uferstreifen, mit Bürokomplexen(zb. die Treptowers) und ähnlichem bebaut werden. Dies wird mit Millionenzuschüssen vom Berliner Senat unterstützt. Für diese Bauvorhaben werden langjährige Bewohner des Ufers durch stark steigende Mietkosten, aber auch alternative Kulturprojekte wie der Schwarzen Kanal, das Köpi, das Yaam und viele mehr vertrieben. Außerdem wurde bereits für eine Anlegestelle für Ausflugsboote und für eine Großbildleinwand 45 m der unter Denkmalschutz stehende East Side Galerie entfernt. Gentrifizierung wie sie im Bilderbuch steht.
Bei Indymedia wurde eine interessante Artikelsammlung zu dem Thema Mediaspree versenken - Stadtumbau & Verdrängung veröffentlich:
Spreeufer neudenken – Mediaspree versenken Carsten Joost, Malah Helman
„Mediaspree“ und der neoliberale Stadtumbau Malah Helman
Berlin goes global? Stadtpolitik in Zeiten der Globalisierung Andrej Holm
Gentrifizierung ist Terror – Wohnen ist Menschenrecht Karin Baumert
Auf der Website von Robin Banksy findet ihr eine Menge großartiger Schablonengraffitis und gemalte Bildern. Banksy nutzt die Taktik der Kommunikationsguerilla und der Adbusters und hat so ausgesprochen interessante Straßenkunst geschaffen.