Abwertungskit - Die Miete drück ich mir jetzt selber!
Mit wenigen Handgriffen lässt sich das Erscheinungsbild ihrer Wohnung
nach außen verschlechtern. Schon bald setzt der "broken windows effect"
ein: Wohlhabende ziehen weg, Wohnungen sind nur noch schwer zu
vermieten, die Preise purzeln in den Keller. Und so geht's: Großes Bild
des Abwertungskits auf den PC laden (hier clicken) , in riesig im
Copyshop ausprinten lassen, ausschneiden - und los! Scroll down for
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1. Das gewöhnliche Unterhemd - im englischen Sprachraum "wifebeater"
genannt - wirkt asozial, besonders wenn sie es zum Trocknen vor's
Fenster hängen! Verstärken lässt sich der Effekt durch an Balkon oder
Fenster montierte Wäscheständer. Da bekommt jeder Investor das
Fürchten!
2. Sicher ist auch Ihnen schon aufgefallen, dass in Gegenden mit
niedrigen Mieten viele Satellitenantennen die Fassaden schmücken,
während in wohlhabenden Vierteln derartiges nicht zu sehen ist. Machen
Sie sich diesen Umstand selbst zu nutze - montieren Sie eine
Sat-Antenne an ihre Fassade (oder drei oder vier). Faustregel: Je mehr
Satellitenantennen - desto besser die Wirkung!
3. Was könnte besser den broken windows Effekt auslösen - als ein
zersplittertes Fenster? Nichts verbreitet eine so effektive Atmosphäre
der Verwahrlosung und der Heruntergekommenheit. Gut für Sie - denn das
hält Investoren fern!
4. "It looks getto-rigged" sagt der Amerikaner, um nachlässig
durchgeführte Montagen und Reparaturen zu beschreiben. Verbreiten auch
Sie eine Atmosphäre der Unsicherheit durch wild zugetapte Fenster,
Mauern, scheinreparierte Rohrleitungen etc. Aber aufgepasst: nicht zu
kreativ werden - denn wo Kreative arbeiten steigen die Mieten!
5. Die SAGA vermietet in St. Pauli fast nur noch an Menschen mit
deutschem Nachnamen. Ausländer - ob mit oder ohne deutschen Pass -
bekommen immer schwerer oder gar keine Wohnung mehr. Das lässt sich
zwar nicht beweisen, findet aber statt, viele Familien sitzen in zu
klein gewordenen Wohnungen fest, wenn sie nicht bereit sind St. Pauli
Richtung Stadtrand zu verlassen. Bei dieser Politik scheint die SAGA
davon auszugehen, dass ausländische Namen am Klingelschild sich negativ
auf den zu erzielenden Mietertrag auswirken. Machen Sie sich diesen
Effekt zu nutze - und fügen sie Ausländische Namen auf ihrem
Klingelschild hinzu (oder auf dem ihrer Nachbarn).
6., 7. und 8. Besonders wenn Sie im Erdgeschoss wohnen: lassen Sie ihre
Wohnung aussehen wie einen 55-Cent-Laden - oder noch besser: wie einen
gescheiterten Discounter! Denn: keine militante Demo ruiniert das Image
einer Nachbarschaft so effektiv, wie ein 55-Cent-Laden.
9. Nichts ist asozialer als eine Lidl-Tüte! Stellen Sie die auf den
Balkon - oder hängen Sie die aus dem Fenster! Die Menschen werden
denken, Sie hätten die Stromrechnung nicht bezahlt oder Sie könnten
sich keine Kühlschrankreparatur leisten! Auch gut: Ware aus teuren
Läden in Tüten vom billig Discounter nach Haus tragen.
Konsequent und von vielen Mietern angewendet, löst der Abwertungskit™
eine Preisspirale nach unten aus: die Reichen verlassen den Stadtteil
und ziehen zurück in ihre angestammten Siedlungsgebiete am Stadtrand,
Nobelrestaurants senken die Preise - und schon bald können Sie in einen
grössere, billigere Wohnung umziehen. Und am Ende des Monats liegt eine
fette Ersparnis in ihrem Portemonnaie.
Das alles erreichen sie nicht durch Arbeit oder politische Demonstrationen - sondern nur durch den original Abwertungskit™.
Die Hamburger "Subkultur" wehrt sich gegen die Gentrifizierung und die sterile Stadtentwicklung in ihrer Stadt. Als Exil-Hamburger und quasi Kreuzköllner war ich überrascht und erfreut zugleich, vor einigen Jahren vermehrt Gäste aus Hamburg auf Gentrifizierungs-Workshops in Kreuzberg anzutreffen. Die Zusammenarbeit und der Erfahrungsaustausch ist wichtig und notwendig. Hier mal ein Blick nach Hamburg ... Eine Stadt ist keine Marke.
Not In Our Name, Marke Hamburg!
Ein Gespenst geht um in Europa, seit der US-Ökonom Richard Florida vorgerechnet hat, dass nur die Städte prosperieren, in denen sich die "kreative Klasse" wohlfühlt. "Cities without gays and rock bands are losing the economic development race", schreibt Florida. Viele europäische Metropolen konkurrieren heute darum, zum Ansiedelungsgebiet für diese "kreative Klasse" zu werden. Für Hamburg hat die Konkurrenz der Standorte mittlerweile dazu geführt, dass sich die städtische Politik immer mehr einer "Image City" unterordnet. Es geht darum, ein bestimmtes Bild von Stadt in die Welt zu setzen: Das Bild von der "pulsierenden Metropole", die "ein anregendes Umfeld und beste Chancen für Kulturschaffende aller Couleur" bietet. Eine stadteigene Marketing-Agentur sorgt dafür, dass dieses Bild als "Marke Hamburg" in die Medien eingespeist wird. Sie überschwemmt die Republik mit Broschüren, in denen aus Hamburg ein widerspruchfreies, sozial befriedetes Fantasialand mit Elbphilharmonie und Table-Dance, Blankenese und Schanze, Agenturleben und Künstlerszene wird. Harley-Days auf dem Kiez, Gay-Paraden in St. Georg, Off-Kunst-Spektakel in der Hafencity, Reeperbahn-Festival, Fanmeilen und Cruising Days: Kaum eine Woche vergeht ohne ein touristisches Megaevent, das "markenstärkende Funktion" übernehmen soll.
Ende letzten Jahres fand in Erfurt, von der Rosa-Luxemburg Stiftung Thüringen organisiert, eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel “Die Stadt im Neoliberalismus”statt.
Gegen Privatisierung und Betonierung, für eine kulturell vielfältige, freie und soziale Stadt
Wir sind ein Bündnis aus Kunst- und Kulturschaffenden, ClubbetreiberInnen, politischen Gruppen und FreiraumbewohnerInnen, die von den derzeitigen Umstrukturierungsprozessen betroffen sind. Für den 11. Juli, ein Jahr nach dem erfolgreichen Bürgerentscheid "Spreeufer für alle" rufen wir zu einer fetten Demo-Parade auf um gegen die Stadtpolitik von oben zu protestieren. Der Krisenverwaltungspolitik und den Stadtentwicklungsstrategien zwischen fadem Historismus und Größenwahn stellen wir ein Recht auf eine kulturell vielfältige, freie und soziale Stadt entgegen. Wir wollen mit entscheiden, was in unserer Stadt geschieht. Mit dem Bürgerentscheid haben wir uns bewusst entschieden gegen eine privatisierte Vermarktung des Spreeufers, für ein öffentliches Spreeufer, das den Bewohnern der Stadt auf mehr als nur zehn Metern frei zugänglich ist und für eine alternative, soziale und ökologische Stadtentwicklung. Und wir wollen, dass diese gemeinsame Entscheidung endlich umgesetzt wird. Wir haben ein Recht auf unsere Stadt und ein Recht darauf, selber zu bestimmen wie wir ein gutes Leben darin führen wollen. Wir sind Megaspree und nicht Mediaspree. Wir sind die Kinder Berlins und wir werden bleiben. ...
Squat Tempelhof und freundeskreis videoclips präsentieren das “Alternate Reality Game”. In sechs Stationen werden die Grundlagen dafür vermittelt, künstlerisch-sportliche Betätigungen in den urbanen Raum einzubinden und diesen zu verändern. Das Aktionstraininng fand am 14. Juni 2009 im Görlitzer Park (Berlin) statt.
Squat Tempelhof verfolgt ein offenes Aktionskonzept. Für jede und jeden soll es die Möglichkeit geben, sich an der Aktion zu beteiligen. Deshalb werden ganz unterschiedliche Beteiligungsformen möglich sein, darunter etwa:
Du willst nicht auf das Gelände gehen, trotzdem vor Ort sein und vielleicht außerhalb des Zauns für Ablenkung sorgen.
Du würdest auf das Gelände gehen, aber eher erst dann, wenn es schon offen ist. Ablenken würdest du aber auch.
Mit dieser Aktion haben die Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit, ihren Unmut über die Berliner Kohlekraftwerkspläne des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall zu äußern und den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zum Handeln aufzufordern. Die Unterschriften werden online und per Listen gesammelt und gebündelt an Herrn Wowereit übergeben.
Gemeinsam können wir ein wichtiges Zeichen für eine alternative, klimafreundliche und zukunftsorientierte Energiepolitik in der Hauptstadt setzen! Schicken Sie den Link zur Unterschriftenaktion auch an Freunde und Bekannte und ermutigen Sie diese, ihre Stimme auf www.berlin-sagt-nein.de abzugeben.
Am 10. September ist es soweit: Die Anschutz-Halle am Spreeufer, auch „O2-World“ genannt, öffnet ihre Tore im Rahmen der feierlichen Eröffnung – allerdings nur für geladene Gäste.
Endlich gibt es die interessante und auf lesenswerte Broschüre von der ALB über Privatisierung (allgemein, konrekt und wie man damit umgegehen kann) auch als PDF zum download.
„Das gesellschaftliche Klima ist also günstig für die radikale Linke um in die Kämpfe gegen Privatisierung zu intervenieren und antikapitalistische Positionen in die Gesellschaft hineinzutragen. Wir hoffen, dass in Zukunft der neoliberalen Parole „Liberalisieren!, Deregulieren!, Privatisieren!“ noch stärker als bisher ein andere Parole entgegengehalten wird: „Privatisierung stoppen! Alles für alle statt Profite fürs Kapital!“. Diese Broschüre möchte dazu einen Beitrag leisten. Wir haben verschiedene AutorInnen gebeten, einerseits „Privatisierung“ aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und andererseits Handlungsmöglichkeiten für eine radikale Linke in diesem Feld aufzuzeigen. Dabei sollten gerade AktivistInnen im Kampf gegen die neoliberale Privatisierung zu Wort kommen.“
44seitige Broschüre mit Beiträgen von Ingo Stützle & Sabine Nuss, Joachim Bischoff, Initiative Zukunft Bethanien, Raul Zelik, Manfred Szameitat, Werner Rügemer, Alexis Passadakis, AG Spree-Pirat_innen, Mario Candeias, Thomas Seibert, Andrej Holm, Karin Baumert und der Antifaschistischen Linken Berlin
Erstmals werden die verschiedenen Ansätze der Neoliberalismusforschung im deutschsprachigen Raum unter verschiedenen Perspektiven gebündelt dargestellt. Bemerkenswert erscheint dabei der Zusammenhang zwischen dem neoliberalen Projekt und dem wachsenden Rechtspopulismus und Rechtsextremismus. Der Kölner Poltikwissenschaftler Christoph Butterwegge kennt sich in beiden Themen bestens aus und stellt uns einen Text aus seinem neuen Buch zur Verfügung.
Korruptionsexperte Werner Rügemer zur Heuschrecken-Plage im öffentlichen Raum Korruptionsexperte Werner Rügemer deckte in seiner Bilanz "Privatisierung in Deutschland" zahlreiche fragwürdige Praktiken auf - eine vierte, aktualisierte Auflage brachte es jüngst hinsichtlich der Machenschaften von Bahn- und Treuhand auf den neuesten Stand. Sein neues Buch widmet er dem aktuell letzten Schrei der Privatisierer: den "Heuschrecken" im öffentlichen Raum. Thomas Barth sprach für Telepolis mit Werner Rügemer über die "Anatomie" des globalen Finanzinstruments Public Private Partnership.
Momentan haben wir leider viel um die Ohren, deswegen ist es gerade etwas still. Aber ich habe mich gestern nach einiger Zeit mal wieder bei meiner Mutter gemeldet, die mich durchaus interessiert fragte, ob ich etwas von den Unruhen mitbekommen hätte. Ich habe natürlich zunächst an die vielenBullen Polizei gestern gedacht, und hatte im ersten Moment den Gedanken, verdammt, haste wieder was nicht mitbekommen. Nach kurzen Überlegen, stufte ich die Sanitäter, die mir erklärt haben das es keine Demo oder so sondern ein 5 * 5000 m Staffellauf (ich habe erst 5 * 500 KM verstanden und war etwas entsetzt) statt fand, als glaubwürdig ein. Und dann endlich war der Groschen gefallen, die Freiraum Aktionstage und der Brandanschlag auf Robben & Wientjesvon zu dem sich das Wir bleiben Alle Bündnisklar distanziert kritisch geäußert hat, der wohl in der Gazette NWZ (1 Video, 2, 3, 4) thematisiert wurde. Aus diesen Grund wollte ich auf den schönen Beitrag “Action Days” - Autonome Freiraumtage hinweisen, sowie für die ganz faulen ein Videobeitrag bei Polylux. Außerdem noch auf das Video der Hausbesetzung, mit einem der letzten Gründe vielleicht doch mit den Gedanken zu spielen in Kreuzberg/Friedrichshain die Grünen (bzw einen Grünen) zu wählen.
Die Stadt verändert sich. Unsere Kieze werden umgekrempelt. Nach Prenzlauer Berg und Mitte sind Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln als lukrative Innenstadtbezirke mit direkter Flussanbindung, schönen Altbauwohnungen und einer kreativen Subkultur entdeckt worden. Jetzt ist auch Kreuzberg really chique, en vogue, the place to be… Endlich gibt es auch hier die Musterbaustellen der neoliberalen Umwälzung. Die revolutionäre 1.Mai 2008 Demo richtet sich gegen die damit einhergehende Privatisierung, die Teuerung und die Verdrängung der nicht-reichen Bevölkerung aus dem Kiez.
Revolutionäre 1.Mai-Demo | 18 Uhr | U-Bhf. Kottbusser Tor
Special-Guests ab 17 Uhr: KENY ARKANA und BANDA BASSOTTI
Es war knapp, ich habe vorher recht ordentlich gezittert, aber es ist gerade noch mal gut gegangen. Bei Media Spree versenken, sind wir hoffentlich mindestens genau so erfolgreich...
Wirtschaftslobby, Springer-Konzern und die konservative Opposition scheitern trotz einer Millionenkampagne für den Flughafen Tempelhof Der erste Volksentscheid in Berlin ist gescheitert . Die Gegner einer Schließung des Flughafens Tempelhof haben bei der Abstimmung am Sonntag deutlich verloren. Für einen Erfolg wäre die Zustimmung von 25 Prozent der Wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner notwendig gewesen. Am Ende konnte die "Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof" (ICAT) aber nur 21,7 Prozent mobilisieren. Damit steht fest, dass der Flughafen spätestens 2011 geschlossen wird. Dann soll der neue Airport Berlin-Brandenburg in Betrieb genommen werden.
In Berlin sind viele Haus- und Wohnprojekte von Räumung bedroht. Die Früchte des Zorns haben einen Solisong für die betroffenen Projekte und die Wir-bleiben-alle-Kampagne rausgebracht.
Touristenströme an jeder Ecke, höhere Mieten als im Prenzlauer Berg und die neue O2 Arena sind erst der Anfang eines massiven Umbaus der Stadtteile Kreuzberg und Friedrichshain. In den nächsten Jahren sollen entlang der Spree 20 neue Gebäude entstehen, auf einem Areal 8-mal so groß wie der Potsdamer Platz. Hochhäuser aus Beton und Stahl, Büros und Gewerbe sowie exklusives Wohnen am Wasser.
Es geht um Profit – um möglichst viele und teure Ufer(an)lagen mit privatisiertem Spreeblick. Die geplante „Aufwertung“ führt zur Ankurbelung der Mietspirale, die antisoziale Entwicklung Berlins wird vorangetrieben und Kultur vernichtet. Betroffen sind u. a. das Yaam, Bar25, Bauwagen Schwarzer Kanal und der Arena Club. Der Bezirk profitiert nicht von leer stehenden Büroklötzen und das Land Berlin von seinen kurzsichtigen Grundstücksverkäufen nur ein einziges Mal, und dann nie wieder. Zugleich wird ein Verdrängungsprozess stattfinden, die weniger Kaufkräftigen müssen den Gewinnern des neoliberalen Umbaus weichen. Doch es geht nicht "nur" um den Erhalt unseres Dorfs. Privatisierung und Stadtumstrukturierung sind wichtige Bestandteile des neoliberalen Umbaus. Mehr Wettbewerb, Durchkapitalisierung aller Lebensbereiche und die Aufwertung von Stadtteilen für eine finanzkräftige Klientel ihre Kennzeichen. In der Veranstaltung wird über Neoliberalismus und Privatisierung gesprochen, über den Zusammenhang zu Stadtumstrukturierung, über Berlin als private Stadt und letztendlich über die Möglichkeiten die Pläne der Neoliberalen zu durchkreuzen.
Dienstag, 29. April 2008, 19 Uhr RAW-Tempel, Revaler Str. 99, Friedrichshain
Privatisierung | Stadtumstrukturierung | Gentrification – Theorie und Praxis eines neoliberalen Projektes Ein Veranstaltungsabend mit: Joachim Bischoff (Redakteur Sozialismus) Karin Baumert (AbrissBerlin) Carsten Joost (MediaSpree Versenken) Gerlinde Schermer (Donnerstagsskreis) Antifaschistische Linke Berlin (ALB)
Billige Mieten für Anwohner_innen statt hohe Profite für Immobilienbesitzer – Öffentliche Parks und Spielplätze statt Konzernzentralen – Wagenplätze und Hausprojekte statt Büroblöcke – Kostenlose BVG statt Autowahn – Bäume statt Werbetafeln – Alternative Bildung und Kultur statt Konsum und Kommerz
Informativer und demonstrativer Kiezspaziergang vom Boxhagener Platz über Oberbaumbrücke und Wrangelkiez zur Köpi (Köpenicker Straße Höhe Verdi). Kommt zahlreich, bringt Transparente mit, überlegt euch lustige Aktionen... Samstag, 19.04.08, 14 Uhr Boxhagener Platz/Friedrichshain
Dieses Wochenende findet im Berliner Mehringhof eine Konferenz mit verschiedensten Workshops zu linken politischen Initiativen und sozialen Bewegungen statt, die sich mit neoliberaler Stadtpolitik auseinandersetzen. Das Programm reicht von der Organisierung im Stadtteil bis zum Widerstand gegen Großprojekte, vom Kampf gegen Ausgrenzungspolitiken bis zur Bedeutung queerer Räume, von der Beschäftigung mit Kontrollstrategien bis zur Hinterfragung, welchen Anteil ursprünglich links-alternative Strategien, Identitäten und Arbeitsweisen bei der neoliberalen Umstrukturierung der Stadt haben. Nebenbei werden Filme gezeigt, es wird zu einzelnen Stadtspaziergängen geladen, und es gibt Streetart-Workshops.
Los geht es am Freitagabend (11.4.) um 19:30 mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Linker Neoliberalismus?". Der Samstag beginnt mit ein paar Crashkursen zu Grundbegriffen wie "neoliberale Stadt" oder "Right to the City". Nachmittags und Sonntag vormittag gibt es dann Unmengen von AG's und mehr, am Sonntag nachmittag schließt die Konferenz mit einer Abschlussveranstaltung.
Der Initiativekreis Media Spree versenken übergab heute mehr als 16.000 Unterschriften gegen die Verbauung und Privatisierung der Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg. Damit ist die erste Etappe Bürgerbegehren noch erfolgreicher verlaufen, als die Initiator_innen sich das erhofft haben. Das Begehren wurde einen Monat früher eingereicht, weil die landeseigene Hafengesellschaft BEHALA (Aufsichtsratvorsitzender: Harald Wolf - "die Linke") beim Bezirksamt Bauvorbescheide eingereicht hatte, um Fakten zu schaffen und einer Sperrfrist zu entgehen. Das Begehren ist mit 16.000 Unterschriften das bisher erfolgreichste in Berlin. Die erste Etappe "Bürgerbegehren" ist damit beendet. Die nächste Etappe ist auch schon eingeläutet: Am 19. April rufen Stadtteilinitiativen auf zum "Kiezspaziergang" gegen Media Spree und auch am ersten Mai werden wir den Konzernen zeigen: Raus aus Kreuzberg.