Gesine Schwan, ehemalige Präsidentin der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder, hielt vor einigen Tagen an der Universität in Tübingen einen Vortrag. Ursprünglich hieß das Thema: "Demokratie und nachhaltige Politik". Doch gleich nebenan protestierten die Studenten gegen den Bolognaprozess und die Studiengebühren. Daraufhin veränderte Schwan spontan das Thema: Ihr Vortrag verwandelte sich in eine scharfe Kritik an der Ökonomisierung der Bildung, die für Schwan auch etwas mit der Finanzkrise zu tun hat.
Die Ökonomie dominiert alles Warum die Studentenproteste gerechtfertigt sind von docque
Arbeit - Sinn des Lebens? - Gesellschaftsreflexion in der Debatte von docque
Philosophen hinterfragen den Sinn der Arbeit: Ist der „Wert Arbeit“ tatsächlich überholt? Oder ist er heute zur Strukturierung der Persönlichkeit sogar notwendiger denn je? „Paris-Berlin, die Debatte“ sucht nach Antworten zur Kultur der Arbeit jenseits der gängigen Arbeitslosen- oder Ein-Euro-Job-Diskussionen.
Ist der Mensch tatsächlich für die Arbeit geschaffen? Oder besteht die Gefahr nach der alten Parole: Sein Leben vergeuden, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen? Sind diese Fragen überhaupt noch aktuell, wo doch die Arbeit als Wert an sich und als Unterpfand der menschlichen Würde betrachtet wird? Die Arbeit als Wert ist jedoch ein geschichtliches Phänomen, das erst Ende des 18. Jahrhunderts aufgetaucht ist. Die Arbeit im heutigen Verständnis erfuhr in der Antike keine Wertschätzung. Auch verändert sich die Einstellung zur Lohnarbeit, zum Arbeitsmarkt überhaupt. In Deutschland gibt es beispielsweise ein Manifest der „glücklichen Arbeitslosen“. In Frankreich wurde vor ein paar Jahren das Buch „Bonjour paresse“ (etwa: Es lebe die Faulheit!) von Corinne Maier zum Bestseller. Vor diesem Hintergrund stellt sich auch die Frage nach der Schaffung von Werten. Misst sich denn der Reichtum einer Gesellschaft einzig am Pro-Kopf-Einkommen? „Paris-Berlin, die Debatte“ versucht, die kulturelle Dimension von Arbeit zu erfassen, der sozialen Komponente von Arbeit gerecht zu werden und den Begriff von Arbeit neu zu füllen, der über reine Erwerbstätigkeit hinausgeht. Liegt die dazu passende Utopie vielleicht genau in jenem Bereich zwischen der Befreiung von der Arbeit und der Erfüllung in der Arbeit? Paris-Berlin diskutiert mit Daniel Tyradellis, Philosoph und Kurator der Ausstellung: „Arbeit. Sinn und Sorge“ im Hygienemuseum von Dresden.
Quelle
Video
Klimakatastrophe -Warum die Menschheit scheitern wird von docque
Die Gefahren sind bekannt. Wenn wir nicht bereit sind, bis 2050 den CO2-Ausstoß zu halbieren, dann werden Teile der Welt wahrscheinlich unbewohnbar. Doch konkrete Maßnahmen werden vertagt, wie auch jetzt wieder beim Gipfel in Kopenhagen. Das hat politische und psychologische Gründe: Regierungen, Unternehmer und Normalbürger handeln in kurzen Zyklen, in Amtszeiten, Wahlperioden, Quartalszahlen. Für Umwelt- und Klimaschutz fatal. In der Steinzeit war es evolutionär sinnvoll, dass Menschen nur überschaubare, kurzfristige Probleme zu lösen versuchten. Beim Klimawandel hat dieses Verhalten katastrophale Auswirkungen.
Soziologe warnt vor Dramatisierung der linken Gewalt in Berlin von docque
Der Sozialforscher Dieter Rucht wendet sich gegen eine Dramatisierung und Überschätzung der linken Gewalt in Berlin. Von den jährlich rund 44.000 Körperverletzungsdelikten seien etwa 170 dem linksradikalen Spektrum zuzuordnen, sagte Rucht anlässlich einer vom Berliner Verfassungsschutz vorgelegten Studie.
Arm im reichen Land - Die Ursachen eines sozialen Problems von docque
Christoph Butterwegge ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Köln und Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien. In seinen zahlreichen Veröffentlichungen widmet sich Butterwegge den Themen Friedenspolitik, Rechtsextremismus, demografischer Wandel und Armut. Besonders Kinderarmut ist ein Schwerpunktthema Christoph Butterwegges.
Von Christoph Butterwegge
Quelle
Mp3
ePetition: Für ein gerechtes Klima-Abkommen! von docque
Appell:
Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
sehr geehrter Herr Umweltminister Röttgen,
sehr geehrter Herr Finanzminister Schäuble,
der Weltklimagipfel in Kopenhagen darf nicht scheitern. Ein weiteres Zögern beim Klimaschutz gefährdet die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen und aller nachfolgenden Generationen. Doch die Verhandlungen stocken, gerade auch weil Industriestaaten wie Deutschland nicht bereit sind, arme Länder bei klimafreundlicher Entwicklung und der Abfederung von Klimaschäden ausreichend zu unterstützen.
Deshalb fordere ich Sie auf: Bieten Sie den Entwicklungsländern jetzt finanzielle Mittel an, die bis 2020 auf mindestens sieben Milliarden Euro pro Jahr ansteigen. Damit würde Deutschland einen fairen Anteil zu den dann jährlich benötigten 110 Milliarden Euro beitragen. Diese Summe muss zusätzlich zur Entwicklungshilfe angeboten werden - denn sonst fehlt das Geld für Schulen und Krankenhäuser in den ärmsten Ländern!
Gerade die reiche Bundesrepublik steht mit ihren massiven CO2-Emissionen der letzten Jahrzehnte in der Pflicht. Nur wenn wir bereit sind, unseren Beitrag zu leisten, werden auch andere Länder einem ambitionierten Klimaschutzabkommen zustimmen.
Mit freundlichen Grüßen
ePetition: Steuerpolitik - Einführung einer Finanztransaktionsteuer von docque
Text der Petition
Der Deutsche Bundestag möge beschließen: Bundesregierung und Bundestag werden aufgefordert, eine Finanztransaktionssteuer einzuführen und dafür einzutreten, dass sie auch von anderen Ländern umgesetzt wird. Diese Steuer bezieht alle spekulationsrelevanten Finanztransaktionen ein. Bis diese Steuer EU- oder weltweit umgesetzt ist, sollen auf nationaler Ebene vorbereitende Schritte unternommen werden, z.B. unterstützende parlamentarische Entschließungen oder die Einführung einer Börsenumsatzsteuer.
Begründung
Mehrfach seit Anfang der 1970er Jahre war Spekulation bereits Mit-Ursache von Finanz- und Bankenkrisen. Spekulation war auch mitverantwortlich für die globale Nahrungsmittel- und Rohstoffkrise 2008 sowie die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise. Weitere Ursachen für die genannten Krisen sind u.a. die zunehmende Komplexität der Finanzprodukte und die Geschwindigkeit, mit der Finanztransaktionen heutzutage abgewickelt werden.
Die Folgen der Krisen sind weltweit sehr ungleich verteilt. Zwar leiden auch reiche Staaten darunter, doch wenden sie Milliarden US$ auf, um die Krisenfolgen aufzufangen. Die meisten Entwicklungsländer können das nicht. Dies gefährdet den Zeitplan zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele.
Eine Finanztransaktionssteuer hätte aus unserer Sicht etwa folgende Vorteile: Finanztransaktionen werden entschleunigt, die Steuer ist einfach umzusetzen, da sie keine Ausnahmen zulässt, und sie macht vor allem kurzfristige Spekulationen unrentabel, während mittel- und langfristige Investitionen aufgrund des niedrigen Steuersatzes nicht behindert werden.
Die Einführung einer solchen Steuer wäre an sich schon ein Erfolg, weil alle Länder von einer stabileren Weltfinanz- und Wirtschaftsordnung profitieren. Darüber hinaus würde die Steuer gleichzeitig national ein- bis zweistellige, global aber dreistellige Milliardenbeträge generieren, die zur Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele sowie anderer Maßnahmen zur Entwicklung und Armutsbekämpfung verwendet werden können.
Wir erachten es als wichtig, dass die Finanztransaktionssteuer, neben anderen Maßnahmen, auf die Reformagenda des globalen Finanzsystems gehört. Zugleich wollen wir sicherstellen, dass der Finanzsektor zur Bewältigung der Folgen der Weltwirtschaftskrise beiträgt und so generierte Gelder nicht nur den Haushalten reicher Staaten zufließen, sondern auch in die Entwicklung und Armutsbekämpfung, etwa die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele.
National und international findet die Forderung nach einer Finanztransaktionssteuer zunehmendes Gehör. Auf dem Gipfel der G20-Staaten in Pittsburgh Ende September wurden sowohl die Ursachen als auch die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise als zentrale Herausforderungen des gemeinsamen politischen Handelns betont. Im Vorfeld der Bundestagswahl haben sich die Bundeskanzlerin und fast alle Parteien befürwortend zur Einführung einer solchen Steuer geäußert. Es gilt nun, den Worten Taten folgen zu lassen.
Diese Petition greift das Anliegen auf, welches das Kampagnenbündnis "Steuer gegen Armut: Transaktionssteuer" am 17.10.2009 an die Koalitionspartner der neuen Bundesregierung herangetragen hat. Unter den inzwischen 48 Unterzeichnern sind Vertreter der Kirchen, Gewerkschaften, NRO, Banken und Wissenschaft. Nähere Informationen können über die Kampagnenwebsite bezogen werden. Die Petition soll eine Grundlage bieten, damit sich auch der Deutsche Bundestag mit diesem Thema befasst.
Atomsuppe im Glas - Das Ende der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe von docque
Von der einstigen Pilotanlage zur Wiederaufbereitung von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken sind außer verstrahlten Gebäuden noch 60.000 Liter "Atomsuppe" übrig. Das flüssige Gift aus 20 Jahren Versuchsbetrieb lagert wenige Kilometer von der Karlsruher Innenstadt entfernt, auf dem Gelände des Forschungszentrums. 12 Kilogramm Plutonium, etwa 600 Kilogramm Uran und jede Menge Spaltprodukte wie Cäsium- oder Strontium-Isotope befinden sich dort in riesigen Edelstahltanks. Die selbst erhitzende Mischung muss ständig gerührt und gekühlt werden.
Seit die Pilotanlage zur Wiederaufbereitung 1991 gestoppt wurde, war klar, dass die gefährlich strahlende Restbrühe an einen sicheren Platz gebracht werden muss. So wurde eine eigens auf die Atomsuppe zugeschnittene Verglasungsanlage in Karlsruhe gebaut. Seit ungefähr zwei Jahren steht sie bereit, doch immer neue Sicherheitslücken bei der Verarbeitung wurden aufgespürt. Das hat die Anlage enorm verteuert. Heute belaufen sich die Kosten auf rund 2,6 Milliarden Euro für die Verglasung der Atomsuppe und den Rückbau der verstrahlten Anlagen.
System Error - Warum der Freie Markt zur Unfreiheit führt von docque
Wirtschaftspolitische Diskussionen werden bei uns oft in Extreme geführt: Da steht auf der einen Seite ein völlig freier Markt, auf der anderen Seite eine sozialistische Planwirtschaft.
Führen vielleicht beide Extreme zu Unfreiheit? Können völlige Deregulierung und Privatisierung ebenso zu Unterdrückung führen wie eine Kommandowirtschaft?
Ist Gewinn gut, aber das Streben nach maximalem Gewinn, der immer noch gesteigert werden muss, eine Zwangsjacke für alle Beteiligten? Zeigen Sprüche wie "Es gibt keine Alternative!" oder "Wir haben keine Wahl!", dass demokratische Freiheiten bedroht sind?
Die Weltherrschaft des Managements - Der Anfang des "gerechten" Wirtschaftskrieges von docque
Mit der Globalisierung der Wirtschaft haben sich auch die Verwaltungsstrukturen der Unternehmen über die Welt verbreitet. Management ist zu einem weltumspannenden Schlagwort geworden und bestimmt die Handlungsweise von Amerika bis Asien.
Organisieren, koordinieren, kommandieren, kontrollieren - die hölzerne, inzwischen weit verbreitete Sprache der Wirtschaftstechnokraten kündet von unfehlbarer Verwaltungseffizienz. Allerorten macht sich der neue Glaubenssatz von Industrialisierung und Verwestlichung breit. Von Stanford bis Tokio, von Madrid bis Dakar, von Athen bis zu den Pariser Vorstädten - überall befindet man sich im "Reich, in dem die Sonne nie untergeht", im allmächtigen Managementimperium.
ilmemacher Gérard Caillat
Nach "Die Fabrikation des abendländischen Menschen" (1996, auf ARTE gesendet), ein semidokumentarischer Spielfilm über die Formen des menschlichen Zusammenlebens und "Die ENA - Spiegelbild einer Nation" aus dem Jahr 1999 (2000 auf ARTE gesendet) über Geist und Managementmethode der französischen Verwaltungshochschule stellt Filmemacher Gérard Caillat wieder einen anspruchsvollen dokumentarischen Essay vor, der sich mit einem Aspekt der Globalisierung beschäftigt: dem Management. Wie auch bei den früheren Filmen stammt der Text von dem französischen Soziologen und Sozialanthropologen Pierre Legendre.
ALDI - Mutter aller Discounter von docque
Geschickt hat sich der Discounter bisher jedem Blick hinter die Pappkartons entzogen und sich vor öffentlicher Kritik versteckt. In seinem Film versucht Rasmus Gerlach erstmals Licht ins Dunkel zu bringen. Der Filmemacher begleitete Gewerkschaftsjournalisten bei ihrer Recherchearbeit für ein "Schwarzbuch" zur Situation der Aldi-Belegschaft. Erste Nachforschungen des Teams ergaben, dass Aldi-Süd die Wahl von Betriebsräten behindert. Aldi-Nord soll massiven Druck auf gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter ausüben und kritische Angestellte mit gezielten Testkäufen mundtot machen.
Achtung - Video ist nur bis zum 9. November online verfügbar!
via redblog
Unser Wohlstand ist Euer Müll / Wohlstandsmüll Europas in Afrika von docque
Warum sollte man sich in Afrika mit dem Müll fremder Europäer abgeben? Weil man die Menschen in Afrika seit Jahren in diese Zwangslage bringt. Hier wird eine andere Art von Emissionshandel beschrieben. Die juristischen Personen kaufen sich frei und laden Schuld auf die näturlichen Personen? Warum spricht die Kirche nicht von der Schuld der juristischen Personen. Unternehmen haben doch offiziell ein Persönlichkeitsrecht bekommen. Eine groteske Idee der Amerikaner, die man in alle Welt übernommen hat. Wie haben Firmen Persönlichkeitsrechte erhalten? Siehe dazu den kompletten Film "The corporation" (Die Firma, deutsch untertitelt): http://tinyurl.com/yz3ygm7
Gemein-Freiheit - Vorboten einer freien digitalen Kultur von docque
Zitieren, kopieren und collagieren - die Sprache des 21. Jahrhunderts ist digital. Texte, Musik, Bewegtbilder lassen sich in Sekundenbruchteilen körperlos rund um den Erdball schicken. Die binäre Information ist so flüchtig geworden wie der Gedanke selbst. Ort und Zeit spielen im virtuellen Gedanken- und Ideenaustausch keine Rolle. Ganz gleich, ob Kunst, Kultur oder Wissenschaft - im virtuellen globalen Netzwerk des Internet wird gemeinsam an einer neuen Kultur gebaut, mit neuen Regeln und Werten.
Die Wissenschaft bietet mit "Open Access" einen offenen Zugang zu ihrer Forschung. Und der Lizenzbaukasten "Creative Commons" soll bisherige rechtliche nationale Schranken überbrücken und den Ideenaustausch im Netz rechtlich absichern und fördern. Denn die Vision einer freien digitalen Kultur rüttelt am Wertesystem, das sich auf den Buchdruck gründet und aus geistigen Werken besteht, die oft nur Einzelne besitzen. Sie verweist auf eine überlieferte Metapher: Die jeweils lebende Generation steht auf den "Schultern von Riesen". Das heißt, alle Menschen schöpfen unentwegt aus dem kulturellen Erbe und arbeiten mit ihren Ideen und Werken daran weiter.
Vortragsreihe: Zukunft jetzt! - Wie wir lernen, leben, arbeiten von docque
Die Zukunft der schulischen Erziehung
Eine gute Schule erkennt man daran, dass sich Schüler und Lehrer dort wohl fühlen, dass es nicht nur um das Lernen für den Kopf, sondern um das Lernen mit allen Sinnen geht, dass dort nicht stur gepaukt und belehrt, sondern mit Freude etwas für das Leben gelernt wird, dass dort Musik ebenso wichtig ist wie die binomischen Formeln. Das alles weiß man, dennoch gibt es bis heute nur sehr wenige Schulen, die das beherzigen. Dabei gäbe es für das deutsche Bildungssystem eine echte Chance, aus dem PISA-Tal herauszukommen, und die liegt in einer richtig verstandenen Ganztagsschule. Bernhard Bueb, ehemaliger Leiter der Eliteschule Schloss Salem, zeigt, warum in dieser Schulform die Zukunft liegt
Quelle
Transparent und basisdemokratisch - Die Zukunft des Unternehmens
Unzufriedenheit, mangelndes Engagement, Angst, Ziellosigkeit, Verlust des Realitätssinns, Selbstüberschätzung, Mangel an ethischer Orientierung - das scheinen die bestimmenden Handlungs- und Reaktionsmuster vieler unserer Manager zu sein. Gerade in Zeiten größer werdender Komplexität, in der auch die Gefahr plötzlicher Krisen vorhanden ist, brauchen wir ganz andere Muster, die auf Kreativität, Flexibilität, Krisenbewältigung und Transparenz hinauslaufen. Die Wirtschaftswissenschaftler und Managementberater Hans A. Wüthrich, Stefan Kaduk und Dirk Osmetz von der Universität der Bundeswehr München erläutern diese Alternativen.
Quelle
Der virtuelle Arbeitsplatz - Das Büro der Zukunft
Heute fährt man nicht mehr zur Arbeit und kommt dann müde nach Hause, sondern die Arbeit kommt nach Hause und fährt dann erledigt zur Firma zurück. Dank der neuen digitalen Medien hat sich die Arbeit im 21. Jahrhundert vom Arbeitsplatz befreit, was sich am zeitgemäßen Büro zeigt: Der Teleworker von heute sagt nämlich: Mein Büro ist, wo mein Internetanschluss ist. Professor Norbert Bolz, Medien- und Kommunikationswissenschaftler an der TU Berlin, erläutert die sozialen Veränderungen im digitalen
Quelle
Weniger Auslese, mehr Chancengleichheit - Die Zukunft des dreigliedrigen Schulsystems
Deutschland steht in Europa mit diesem spezifischen System allein auf weiter Flur, in den meisten anderen Ländern werden die Kinder viel länger gemeinsam unterrichtet, und die soziale Selektion spielt eine weitaus geringere Rolle als bei uns. In Deutschland heißt es nach vier Schuljahren: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, die Kinder werden nach fragwürdigen Kriterien viel zu früh bewertet und dann auf Schultypen verteilt, wobei diejenigen, die auf die Hauptschule müssen, die Verlierer des Systems sind. Ulrich Herrmann, emeritierter Professor für Pädagogik, zeigt, warum dieses System nicht mehr zukunftsfähig ist.
Quelle
Vom Staatsbürger zum Bürgerstaat - Die Gesellschaft der Zukunft
Sind wir eigentlich nur Untertanen, die vom Staat kontrolliert werden, die brav ihre Steuern zahlen müssen, obwohl sie gar nicht genau wissen, was mit dem Geld passiert? Oder sind wir mündige aufgeklärte Bürger, die vom Staat auch als solche wahrgenommen und respektiert werden? Für den Unternehmensberater und Bestsellerautor Reinhard K. Sprenger steht die Antwort fest: Der moderne Staat ist nicht mehr für den Bürger da, sondern umgekehrt: der Bürger für den Staat. Und genau das muss sich in Zukunft ändern. Wie der neue Bürgerstaat aussehen könnte, skizziert Sprenger in seinem Vortrag.
Quelle
Gleiche Bildungschancen für alle - Die Zukunft der vorschulischen Erziehung
In Deutschland gibt es für die Erziehung der Kinder zwischen drei und sechs Jahren ganz unterschiedliche Bildungspläne mit unterschiedlichen Lernzielen und Lerninhalten. Dieses föderale Chaos muss überwunden werden, ebenso wie die Tatsache, dass die meisten Bildungspläne für die Vorschule nicht den veränderten Bedingungen postmoderner Gesellschaften angepasst sind. Sie blenden die Bedürfnisse von Migrantenkindern aus, sind zu sehr auf nationalstaatliche Belange fokussiert, sie blenden ebenfalls Lernorte wie die Familie oder den Verein aus. Das meint der international renommierte Bildungsforscher Professor Wassilios Fthenakis. Er zeigt, wie die Vorschule der Zukunft aussieht.
Quelle
Arbeit 2.0 - Die Zukunft der Industriegesellschaft
Der relativ neue Begriff "New Economy" ist in der alten Welt angekommen. Doch was ist damit gemeint? Geht es um eine neue Wirtschaftsstruktur? Ja, denn dieser Begriff will deutlich machen, dass es in Wirtschaft und Gesellschaft verstärkt um immaterielle Werte geht, damit verlieren traditionelle Maßstäbe und ökonomische Regeln ihren Sinn. Es dominieren eben nicht mehr Rohstoffe, Kapital und Arbeit, sondern Kreativität, Ideen und Netzwerke. Ulrich Klotz, der sich beim Vorstand der IG-Metall lange mit der Digitalisierung beschäftigte, beschreibt die neue Arbeitswelt.
Quelle
Autonom und forschungsintensiv - Die Universität der Zukunft
Nach der Reform ist vor der Reform! Obgleich sich die Hochschulen in den letzten Jahren durch den Bolognaprozess stark verändert haben, gibt es noch viel zu tun. Die Uni muss sich einer "neuen" Klientel öffnen, den Immigranten, die mit einem guten Abitur studieren wollen. Es geht aber auch um eine neue Verantwortung gegenüber den Studenten: Man muss sie effizient unterstützen beim Studium, damit die Zahl der Abbrecher endlich sinkt. Und noch ein Punkt ist wichtig: Der Output an Forschung muss an vielen Unis steigen, denn das ist neben der Lehre ihr Kerngeschäft. Das meint Professor Detlef Müller-Böling, Sozialwissenschaftler, langjähriger Leiter des Zentrums für Hochschulentwicklung. In der SWR2 Aula skizziert er die Hochschule der Zukunft.
Quelle
Erfolgsprämie garantiert - Die Zukunftsfähigkeit der Demokratie
Man mag an der parlamentarischen Demokratie viel kritisieren, etwa die Tatsache, dass die Politiker nur in Vier-Jahres-Zyklen denken oder dass jede Lösung eines Problems immer nur aus einem etwas schalen Kompromiss bestehen kann. Auf der anderen Seite überwiegen die Vorteile, Demokratien verfügen über wichtige Ressourcen: eine engagierte Bürgerschaft, ein hohes Bildungsniveau, eine Ordnung, die ein flexibles Reagieren auf wichtige Herausforderungen möglich macht. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, zeigt, wie zukunftsfähig die parlamentarische Demokratie ist.
Quelle







