[ Überwachung/Grundrechte , Umwelt/Ökologie ] 29 April, 2009 13:30

Mehr als 30 Klimaschützer/innen hatten im letzten Sommer die Baustelle des geplanten Kohlekraftwerks in Hamburg-Moorburg besetzt. Im Rahmen eines Klimacamps hissten sie auf einem Kran das Banner „Stromkonzerne enteignen!“, was bundesweit für Aufsehen sorgte. Nun versucht Vattenfall, die KlimaschützerInnen für ihre Aktion zivilen Ungehorsams zur Kasse zu bitten – und baut täglich weiter an seinem Klima-Killer.

Verkehrte Welt: Vattenfall ist einer der größten Klimazerstörer Europas. Und jetzt will der Konzern will auch noch Menschen bestrafen, die sich aktiv für Klimaschutz einsetzen! Dabei haben sie mit der Besetzung der Baustelle nur das gemacht, was in Anbetracht der nahenden Klimakatastrophe dringend notwendig ist: Sie haben versucht ein Bauvorhaben zu stoppen, welches das Klima in den nächsten 40 Jahren mit Millionen von Tonnen CO2 belasten würde.

Schick jetzt dem Vattenfall-Vorstand Deine Meinung: Beteilige Dich an der Aktion „ausgekohlt“ und fordere den Konzern auf, die Anzeigen sofort fallen zu lassen und die Bauarbeiten am Klima-Killer in Hamburg-Moorburg einzustellen. Hier klicken!

https://ausgekohlt.net/

[ Medien/Gesellschaftskritik ] 26 April, 2009 15:51

Der Philosoph Thomas Pogge meint: Man muss sich mit Armut und Hunger nicht abfinden. Das Elend ist ungerecht. Man kann es aus der Welt schaffen

»Massenmord«, sagt Thomas Pogge, die Weltordnung sei eine Form von Massenmord. 50000 Menschen stürben täglich an armutsbedingten Krankheiten; 300 Millionen Armutstote habe es seit dem Ende des Kalten Krieges gegeben. »Wir, die Bürger in den reichen Ländern, sind an diesem Verbrechen mitschuldig.«

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edit: link gefixt

[ Überwachung/Grundrechte , Umwelt/Ökologie , netactivism ] 17 April, 2009 16:34

Campact BombodromIn Brandenburg will die Bundeswehr den größten Bombenabwurfplatz Europas in Betrieb nehmen - das Bombodrom. Geübt werden soll der Abwurf ungelenkter Bomben, deren Einsatz im Kriegsfall zahlreiche Tote und Verletzte in der Zivilbevölkerung fordert.

Ende März hat das Oberverwaltungsgericht die Betriebserlaubnis für das Bombodrom verworfen. Die Bundesregierung muss jetzt entscheiden, ob sie das Projekt zu den Akten legt. Im Wahljahr 2009 wird dies auch vom öffentlichen Druck abhängen.

Jetzt mitmachen

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[ Medien/Gesellschaftskritik , Aussenpolitik ] 10 April, 2009 17:22

"Europa wird den Juden die Bürde von Auschwitz nicht verzeihen. Deshalb sind die Hunderte Toten von Gaza für Europa so viel bedeutsamer als die Millionen Toten von Darfur und im Kongo. Wie andere Menschen auch haben die Juden nicht viel aus der Geschichte gelernt, aber eins wissen sie genau: Sie wiederholt sich."

Leon de Winter erklärt auf zeit.de, warum europäische Medien und Öffentlichkeit so besessen von Palästina sind und spricht mir aus der Seele. Ich freue mich schon auf viele Kommentare...

[ Überwachung/Grundrechte ] 08 April, 2009 12:31

Todesumstände beim G20 in London werden untersucht - Zeugenberichte und Überwachungskameraaufnahmen legen nahe, dass der verstorbene Zeitungsverkäufer von der Polizei zu Boden geworfen und geschlagen wurde, bevor er eine Herzattacke erlitt

Wie sich aus den diversen Zeugenaussagen herauskristallisiert, stimmte an der Version nicht viel, welche die Polizei über die Vorgänge nahe der Zentralbank beim G20-Gipfel kolportiert hatte. Augenzeugen zufolge, die sich auch mit der IPCC in Verbindung gesetzt haben, versuchte der 47jährige Zeitungsverkäufer nach der Arbeit nach Hause zu gehen, er hatte demzufolge mit den Protesten gegen den G20-Gipfel nichts zu tun.
So erklärte die Fotografin Anna Branthwaite, Tomlinson sei von einem der Polizeibeamten in voller Montur von hinten geschnappt und auf den Boden geworfen worden: "He was rushed from behind by a riot officer with a helmet and shield two or three minutes before he collapsed". Auch Amiri Howe erklärte, Tomlinson sei von der Polizei "near the head" geschlagen worden. Dem IPCC liegt auch eine Zeugenaussage einer Frau vor, die namentlich nicht genannt werden will. Sie beschreibt den Vorgang, als Tomlinson "gewalttätig" nach vorne gestoßen wurden und auf dem Kopf aufschlug:
"He hit the top front area of his head on the pavement. I noticed his fall particularly because it struck me as a horrifically forceful push by a policeman and an especially hard fall; it made me wince."

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Eine Woche nach dem Tod eines Mannes bei den Protesten zum G20-Gipfel in London ist die Polizei wegen der Umstände des Vorfalls schwer in Bedrängnis geraten. Ein Amateurvideo, das die Zeitung «Guardian» auf ihrer Homepage veröffentlichte, zeigt, wie ein Polizist den 47-jährigen Ian Tomlinson schlägt und dann hart zu Boden schubst. Wenig später brach der Mann zusammen und erlitt einen Herzinfarkt. Das Video wirft nach Meinung von Kritikern Fragen über das Vorgehen der Polizei bei den Protesten im Londoner Bankenviertel auf.
Stern (via)

 

[ Überwachung/Grundrechte ] 06 April, 2009 19:28

Proteste gegen den Jubiläumsgipfel der NATO - "Strategie der Spannung" in Straßburg: Die Masse der Demonstrierenden angreifen und die Polit-Hooligans ungestört ihr Werk verrichten lassen
Die Einwohner/innen der Elsassmetropole Strasbourg waren vergangene Woche, anlässlich des Jubiläumsgipfels der NATO in ihrer Stadt, einer regelrechten Belagerungssituation unterworfen. Die Polizei erprobte offenkundig eine Form der "Strategie der Spannung": die Verrücktesten unter den "Randalierern" und Polit-Hooligans ungestört ihr Werk verrichten lassen und zur selben Zeit die Masse der Demonstrierenden angreifen! Die Demo litt zudem an einem seriösen Mangel, nämlich den an einem tauglichen Ordnungsdienst, u.a. wohl aufgrund der schwachen Präsenz der französischen Gewerkschaften. Während mehrere Gebäude (äußerst sinnlos) in Flammen aufgingen, warfen die "Sicherheits"kräfte von Hubschraubern aus Tränengas in die Menge. Auflösungserscheinungen und Chaos prägten zeitweise die Demonstration. Die Berichterstattung am Tag danach wird durch die "Gewalt"frage dominiert...

von Bernard Schmid

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[ Aussenpolitik , Podcast , Philosophie für die Badewanne ] 05 April, 2009 15:05
An der Spitze der Weltpolitik verschieben sich die Machtverhältnisse: Die USA werden früher oder später ihre wirtschaftliche und politische Führungsrolle verlieren, China und Indien werden dafür umso wichtiger werden. Damit dieser Machtwechsel friedlich vonstatten geht, muss sich in der Weltpolitik einiges ändern, meint Harald Müller, Direktor der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Westliche Regierungen treten oft mit dem Anspruch des moralisch Überlegenen auf: Sie wurden frei gewählt - im Gegensatz zu manch anderem Staatschef. "Wir" - das sind die, die Freiheit, Demokratie und Menschenrechte hochhalten, und diese Wertvorstellungen werden dabei oft als das Ergebnis einer "christlich-jüdischen" Tradition gesehen. Aus Müllers Sicht ist diese Haltung kontraproduktiv. Er fordert vom Westen mehr Demut: Denn aus Sicht der anderen ist die westliche Kultur in ihren Wertvorstellungen auch nicht immer glaubwürdig.

Prof. Harald Müller, Studium der Germanistik, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaften, 1984 Gastprofessor am Center for International Relations der Johns Hopkins University in Bologna/Italien, 1984 – 1986 Abteilungsleiter für Sicherheitspolitik am Centre for European Policy Studies in Brüssel, 1994 Habilitation, 1994 – 1998 Privatdozent an der TU Darmstadt, seit 1995 Vorstandsmitglied der HSFK und seit 1996 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der HSFK. Harald Müller ist u. a. Mitglied der Wehrstrukturkommission der Bundesregierung und im Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Friedensforschung und seit 2007 Direktoriumsmitglied des Exzellenzclusters der Universität Frankfurt "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Er hat mehrere Schriften zum Thema „nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle“ und zu weltpolitischen Fragen herausgegeben.

Quelle
MP3
[ Medien/Gesellschaftskritik , Hörbar , Podcast ] 02 April, 2009 15:01

"Das Prinzip Partnerschaft - Die Entstehung eines kooperativen Weltbilds" ist eine 30-Minuten Audiodoku. Diese unterstreicht die Erfahrungen und den Weg der Solidarischen Ökonomie.

Das Leben, so wird uns gelehrt, ist ein Kampf. Zwischen Geschwistern, um den größten Nachtisch, im Sandkasten, um die Schaufel, in der Schule, um gute Noten. Um Schönheit und Stärke läuft der Konkurrenzkampf in der Liebe. Um Geld und Anerkennung im Beruf. Um Ressourcen und Macht zwischen Staaten - koste es was es wolle.

Und bislang hatte die tiefsitzende Überzeugung, dass das Leben letztlich aus einem Konkurrenzkampf aller gegen alle besteht auch den Segen der Naturwissenschaft...

30 Minuten, ca. 14 MB,  .mp3

de.wikipedia.org/wiki/Solidarische_Ökonomie

[ Musik ] 01 April, 2009 00:16

Ich hab einfach mal versucht (mit Youtube) einen Soundtrack zur Finanzkrise zu basteln. Dabei ist eine durchaus bunte Mischung entstanden und mich würde interessieren wie eurer Soundtrack zur Krise aussieht bzw ob ihr noch Vorschläge habt.

Slime - Goldene Türme
Born From Pain - Sons Of A Dying World
Holger Burner - Aufwachen
Torch - Blauer Schein
Mono & Nikitaman - Tausend
floh de cologne - die luft gehört denen die sie atmen
Chaoze One - Freiheit herrscht nicht
But Alive - Unser nein
Milch und Blut - Seid Sand
Aufbruch - Abend in der Stadt
Marc-Uwe Kling -  "Hörst du mich, Josef?"
Ton Steine Scherben - Macht kaputt was euch kaputt macht
Curse feat. Gentleman: Widerstand
Mellow Mark - Revolution
Dritte Wahl - Brot & Spiele
Peter Licht - Lied vom Ende des Kapitalismus
Holger Burner - Ich wünsche mir...
Nas - If I Ruled The World
Chaoze One - Imagine toi feat. Lotta C, Deadly T, Mal Eleve

Youtube Playlist