So, ich gestehe, mir geht die Terminologie "Rumms!" schon ein wenig auf den Geist, wenn sie hier die Überschriften prägt. Eigentlich müsste es ja auch möglich sein eine ausreichend präzise Formulierung zu finden, die den Sachverhalt treffend beschreibt. Ich wäre ja auch froh, wenn mir jemand überhaupt mal präzise und anschaulich erklärt was das Problem ist. Ich habe zwar das Gefühl mich täglich dem zu nähern, was passiert (ist) und wo die Probleme liegen, aber ich werde den Verdacht nicht los, das versteht keiner wirklich.
Daher lobe ich mal zwei Preise aus:Rumms! nervt: das Gewinnspiel von Krischan
Der Rumms! und die Linke von Krischan
Wollen wir bei der gewählten Terminologie bleiben und die weltweite Krise an den Märkten beim Namen „Rumms!“ nennen. Immerhin hat sich an der Heftigkeit dessen, was passiert ist nichts Wesentliches in den vergangenen Tagen geändert. Die Krise greift nach und nach auf alle bereiche der Wirtschaft über, hat den gesamten Markt erfasst, mithin dessen Ordnungsgefüge ins Wanken gebracht. Dieses Ordnungsgefüge der Wirtschaft in Märkten nennen wir Marktwirtschaft und da diese weitgehend ohne staatliche Einflussnahme und Restriktionen erfolgte nennen wir diese „frei“. Andere bezeichnen die freie Marktwirtschaft als Kapitalismus (oder als Ausprägung, Voraussetzung, etc desselben, aber das ist eigentlich egal). Den findet klassischer Weise einer ziemlich blöd: der Linke. Und nun scheint es, als habe sich zumindest ein schwerer Gen-Defekt bei ihm gezeigt.
Da fragt man sich: warum profitiert die Linke derzeit nicht?
Rumms!: "Garantie" für Sparer unverbindlich von Krischan
Erbschaftssteuer vs Leistungsprinzip von Krischan
Nachdem die CSU zunächst von den Bürgern auf demokratisches Normalniveau heruntergestuft und sich anschließend nicht unerheblich selbst gefleddert hat, musste jetzt also der designierte Parteivorsitzende die Position seines künftigen Rudels gegenüber den Preußen in Berlin stärken. Dazu kam die Erbschaftssteuerreform gerade richtig. Am Liebsten würde die CSU diese abschaffen. Den mittelständischen Familienbetrieben zu liebe. Oder einfacher gesprochen: aus Traditionsbewusstsein. Grundsätzlich vermutlich nichts, was man an einer konservativen Partei bemerkenswert finden müsste.
Nun findet sich aber in einem sehr breit gefächerten politischen Spektrum und hier wohl insbesondere (aber keineswegs nur, siehe Migrations-, Integrations- und Bildungsdebatten) im wirtschaftsliberalen und konservativen Bereich fest verankert das sogenannte Leistungsprinzip. Wir leben in einer Leistungsgesellschaft und nicht nur wir. In verschiedensten Formen ist die Pflicht zur Leistung, bzw. die Messung der Wertigkeit des einzelnen Menschen an dessen Leistung Bestandteil der Ethik diverser Gesellschaften. Am naheliegensten und nachhaltigsten ist dies wohl in der protestantischen Ethik verankert. Die Leistungsgesellschaft ist also Teil einer hergebrachten Werteordnung, mithin traditionell.
Darin ist natürlich auffällig, dass das Leistungsprinzip als eher protestantische Angelegenheit im katholischen Bayern sicherlich nicht in zu starker Weise auf Tradition beruhen sollte. Das allerdings stört die CSU bislang nicht, ihre Wirtschafts-, Bildungs- und Sozialpolitik an ebendiesem Leistungsprinzip auszurichten. Das ist wiederum nichts, was man einer wirtschaftsliberalen Partei vorwerfen würde.
Nun besteht das Problem in der Mischung beider Grundfesten. Sie sind schlechthin nicht kompatibel.
Rumms! - zur Krise auf den Finanzmärkten von Krischan
Klar, wir werden davon bestimmt in absehbarer Zeit etwas merken und eigentlich müssen wir auch den Kopf recht tief im Sandkasten verbuddeln, um noch übersehen zu können, welche Konsequenzen die „Krise“ (nennen wir das, was dort an den Finanz-, Kapital- und..ach DEN Märkten passiert doch einfach mal bei dem Namen, der mir bisher am treffensten dafür entgegengebracht wurde: Rumms!), also der Rumms! für uns hat und haben wird. Darum soll es nicht gehen, aber das Ziel von ausgeglichenen Staatshaushalten ist inzwischen wohl in die ferne Ebene utopischer Legenden verschwunden und ein Staat ohne Schulden?: ach, kommt schon, war ein netter Traum, aber daran hat doch schon vorm Rumms! niemand ernsthaft geglaubt, oder? Ja, es gab mal ausgeglichene Staatshaushalte. Ja, sogar Berlin hat das letztes Jahr geschafft. Nein, so schnell wird das jetzt nichts mehr. Keine Studiengebühren? Beeilung, JETZT anfangen mit Studieren, auf die Weise hat dann sogar das Abi in 12 Jahren mal was Positives…
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"...und alle fangen vor Freude an zu weinen!" von merse
Seit Tagen war es unterschwellig in meinem Kopf, dieses Lied, nachdem mich mein Radiowecker damit geweckt hat. Eben gerade, als ich bei SPON die Kritik zu seinem neuen Album gelesen hab, gab ich Peter Fox bei Youtube ein, denn der Wunsch, "Haus am See" zu hören war übermächtig. Und verdammt: völlig zu recht! "...und alles fangen vor Freude an zu weinen!", dieses Zeile galt auch für mich. Denn das ist mehr als nur einfach eine Single des Seeed-Frontmanns Pierre Baigorry. Der Song hat etwas Monumentenhaftes und erzeugt eine wahnsinnig emotionale Stimmung - und er klingt nach Herbst, nach dem Herbst, der sich von seiner besten Seite zeigt.
Es ist leider viel zu selten, dass so etwas mal in den deutschen Charts auftaucht. Ein Song, der gespickt ist mit schönen Melodien, von der wahnsinnigen Instrumentierung (Babelsberger Filmorchester) gar nicht zu sprechen. UNd es ist bei allem Ernst, den man zu spüren meint und der vor allem musikalisch da ist, wieder dieses Augenzwinkern da, dass man von ihm kennt. Etwa bei der Stelle "...ein Frauenchor am Straßenrand, der für mich singt", worauf ein zuckersüßes "yeah!" aus dem Background erklingt. Okay, nuff said. Schaut und hörts euch einfach an!!









