[ Philosophie, Dichtung und mehr , Medien/Gesellschaftskritik ] 21 Februar, 2010 16:31
weizenbaum rebel at work

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Abstract: Gezeigt wird ein Dokumentarfilm von Silvia Holzinger und Peter Haas über den Deutsch-Amerikaner Joseph Weizenbaum – eine Kultfigur in der Informatik. Bekannt wurde er in den 70er Jahren als scharfzüngiger Wissenschafts- und Gesellschaftskritiker. Sein Buch "Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft" ist zum Klassiker geworden, sowohl unter Philosophen als auch unter Informatiker. 

Quelle

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[ Philosophie, Dichtung und mehr , Überwachung/Grundrechte , Veranstaltungen ] 14 September, 2009 10:40
Es gibt eine von mir selbst noch nicht gesehene,  aber vom Titel vielversprechende Ausstellung in der NGBK: "Knast sind immer die anderen".
[ Kreuzberg , Philosophie, Dichtung und mehr ] 24 April, 2008 23:17

Die Sonne bewirkt seit 4 Tagen, dass die Wahrscheinlichkeit, die Kanalratten könnten wegen einem verspäteten Winter in ihrer Lebensqualität eingeschränkt werden, sinkt. Die tummeln sich ganz munter am Wasser entlang, während jeder Berliner, welcher fähig ist mehr als 10 Meter am Stück zu laufen und einen Funken Orientierungssinn besitzt, sich mit lang genug eingemotteter Sommerwut, Decke und/ oder Sonnenbrille bewaffnet und  sich trotz einer nicht geringfügigen Unterkühlungsgefahr in irgendeinen Park (min. 3m² Wiese + 1 Baum) oder an den Landwehrkanal setzt und genießt.

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[ Position und Debatte , Philosophie, Dichtung und mehr , Videos ] 08 März, 2008 18:22

Zeit online:

Videokolumne von Gero von Randow
Die saubere Moral
Warum werden Menschen, die die gesellschaftlichen Regeln nicht einhalten, von anderen bestraft?


Spiegel Online:

Gruppendynamik - Die Bestrafung der Gutmenschen von Andreas Maisch

Wenn Gruppenmitglieder die Egoisten unter sich bestrafen, arbeiten sie besser zusammen. Jetzt zeigt eine globale Studie: In einigen Ländern werden auch jene in die Mangel genommen, die sich für die Gruppe engagieren - ein bisher unbekanntes Phänomen in der Verhaltensforschung.

[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 19 Februar, 2008 23:26

Am letzten 29.Januar ist Paco Vidarte an der Folgen von einem malignen Lymphom, verbunden mit HIV gestorben. Er war 37. Mit ihm ist einen der wichtigsten Theoretiker der LGTBQ (Lesbisch, Gay -Schwul-, Transsexuell, Bisexuell, Queer) Bewegung und einen der engagiersten und polemischsten Denker Spaniens verschwunden. Er war ein ausgezeichneter Kenner der Dekonstruktion Derridas, der French Theory und der Psychoanalyse, und auch ein wichtiger Vertreter der Queer Theory, der immer gegen die Institusionalisierung, die Akademisierung und die Neutralisierung der soziale Kämpfe revoltierte. Außerdem war er einer der lebendigsten, großherzigsten und unbezähmbarsten Menschen, die ich kennengelernt habe. Seine Energie, sein Zorn und seine Großzügigkeit leben in seinen Texte fort. 

 

 

 Hier ein Textausschnitt aus seinem letzten Buch, Schwule Ethik [Ética marica], aus dem Spanisch übersetzt, das uns eine scharfe Einsicht in den Gefahren der Stabilisierung der ofiziellen LGTBQ-Bewegung vermacht hat: 

 

“Es genügt nicht, Schwul zu sein, um die eigene Existenz zu rechtfertigen. Es genügt nicht, Schwul zu sein, um als guter Kerl angesehen zu werden. Armer, Schwarzer, Lesbierin, Arbeitsloser, Proletarier oder Obdachlos zu sein, genügt nicht, um von den übrigen Leuten gar nichts wissen zu wollen, da wir schon genug damit haben, Schwarzer, Schwul oder Armer zu sein, um sich noch um die Anderen Sorgen zu machen, außer wenn sie mit uns Streit anfangen [...]. Wenn so etwas wie eine LGTBQ Ethik vorstellbar und wünschenswert ist, müsste sie von der Tatsache ausgehen, dass der Kampf gegen Homophobie nicht isoliert, abziehend vom übrigen sozialen Unrecht und Diskriminierung stattfinden kann, sondern dass der Kampf gegen Homophobie nur innerhalb einer Konstellation gemeinsamer solidarischen Kämpfe gegen jede art Unterdrückung, Ausgrenzung, Verfolgung und Diskriminierung möglich und wirklich wirksam ist. Ich wiederhole. Nicht aus Barmherzigkeit. Nicht weil uns abgefordert wird, die bravste Leute zu sein. Nicht weil wir Superschwule sein müssen. Sondern weil Homophobie, als systemischer Form der Unterdrückung, ein sehr dichtes Netz mit den übrigen Forme der Unterdrückung herausbildet, und mit dieser in einer Weise verbunden und artikulliert ist, dass, wenn man von einem Ende zieht, der Knoten an dem anderen Ende fester, und, wenn man eine Seite auflockert, die andere Seite gespannt wird. Wenn eine Frau misshandelt wird, wirkt es in der Homophobie der Gesellschaft nach. Wenn ein Schwuler gesteinigt wird, wirkt es in der Rassismus der Gesellschaft nach. Wenn ein Arbeiter von seinem Arbeitgeber ausgebeutet wird, wirkt es in der Frauenfeindlichkeit der Gesellschaft nach. Wenn ein Schwarzer von den Nazis angegriffen wird, wirkt es in der Transsexuellefeindlichkeit der Gesellschaft nach. Wenn ein Kind getauft wird, wirkt es in der Lesbienfeindlichkeit der Gesellschaft nach”.

 
www.pacovidarte.org

 

[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 19 Februar, 2008 00:53

kein fehler im system
kein system im fehler
kein system mir fehle
keiner fehl im system
keim im systemfehler
sein kystem im fehler
ein fehkler im system
seine kehl im fyrsten
ein symfehler im sekt
kein symmet ist fehler
sey fest kleinr mime

eugen gomringer

[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 08 Februar, 2008 15:13

Teil 1 - Zur Aktualität eines alten Konzepts
Ohne Zweifel: Wir verdanken dem Königsberger Philosophen Immanuel Kant die entscheidende Bestimmung des Begriffs Menschenwürde. Würde ist für ihn etwas, das über alles erhaben ist, man kann über sie also nicht einfach subjektiv, dezisionistisch oder im Sinne der kulturellen Pluralität reden, es geht um allgemeinverbindliche Normen, die untrennbar mit dem Wesen des Menschen verbunden sind, mit seinem geistigen sittlichen Kern. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, zeigt die Aktualität des Ansatzes von Kant.
Quelle (SWR2 Wissen)
Audio Mitschnitt (MP3)


Teil 2 - Die ethischen Konsequenzen
Die Möglichkeiten der modernen Biotechnologien und Medizin werfen immer wieder Fragen auf, die die Menschenwürde betreffen: Haben embryonale Stammzellen eine Würde, darf man sie zu Forschungszwecken gebrauchen? Wie schutzwürdig ist der menschliche Embryo prinzipiell? Über diese Fragen wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert, und je nach dem, wie man Menschenwürde definiert, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, beantwortet diese Fragen, indem er auf den idealistischen Ansatz von Immanuel Kant zurückgreift.
Quelle (SWR2 Wissen)
Audio Mitschnitt (MP3)

[ Kreuzberg , Philosophie, Dichtung und mehr ] 30 Juli, 2007 17:34

In der letzten Zeit gab es hier wenig Aktivität, es folgt ein Versucht der Rechtfertigung. Bis vor kurzer Zeit, herrschte, wenn ich mich recht erinnere gutes Wetter, es war sonnig und warm. Ich habe die Gelegenheit genutzt und viel Zeit auf einem Fleck, etwas am Rande des Kreuzbergs, der ein wenig Schatten bot, mit moderner Schundliteratur verbracht. Die letzten Tage erinnerte mich das Wetter doch leicht an einen norddeutschen Sommer, ich dachte ich hätte das hinter mir gelassen, aber scheinbar hat mich das Wetter eingeholt. Der Wind ist böig bis stark und auch das restliche Wetter (Regen, Nieselregen, Schauer, Bedeckt) ist nicht so wirklich glorreich.


Auch die Nachrichten muntern nicht wirklich auf, Milch soll teuer werden (wenn das so weiter geht, ist Milch bald teuer als Mineralwasser), die Nato will kleinere Bomben abwerfen um weniger Zivilisten zu treffen , 70 % der Iraker sind von der Wasserversorgung abgeschnitten und für Fondmanager brechen auch gerade harte Zeiten an.

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[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 23 April, 2007 00:16

“Nimm eine Minute am Tag, um du selbst zu sein”

Vielleicht ist es viel zu einfach, sich über Teebeutelsprüche lustig zu machen. Wir reden hier über ayurvedischen Yogi-Tee, verfügbar für jeden in fast jedem Bio-Laden. Ein solcher Tee ist eine bestimmte Ware, die uns Konsumenten etwas Bestimmtes anbieten muss. Nicht nur Energie Tee für die Arbeitspause, oder Harmonie Tee für einen ruhigen Sonntagsmorgen, oder, wie nun der Fall, Abendtee für einen friedlichen Schlaf. Das wäre schon in Ordnung, aber das kann ja jeder schon bei NP oder Aldi kaufen.

 

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[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 15 April, 2007 12:03
Ich habe eigentlich keine Zeit, um mich darüber aufzuregen, was mein „Ginger-Harmony-Yogi-Tee“ mir da erzählen will. Eigentlich soll er mich dabei unterstützen, mich über das Phänomen der Gewalteneinheit in ehemaligen sozialistischen Ländern, explizit der DDR auszulassen, aber nein: ich musste unbedingt auf das kleine Papierdings (man merkt, wir haben alle unsere Probleme damit, diesem Teil am Ende der Schnur des Teebeutels einen Namen zu geben, sind also dankbar für einen kurzen Kommentar mit der korrekten Bezeichnung) schauen und war auf so manchen Spruch gefasst, aber das geht jetzt doch zu weit.
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[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 11 April, 2007 19:03

Die Pause

 

Das runzlige Glas einer geschlossenen Badezimmertür, ein unverschämtes Radio, die Fotos auf der Kommode im Wohnzimmer als einziger Abschied, acht und dreißig Grad, ein zitternder Finger auf dem Schalter, Terpentin, dämpfende Wörter der Verachtung, das Schattenbild meiner Hand, zukünftige Reste chinesischen Essens, die Schritte, die mich ein letztes Mal zur Ausgangstür führen. Davor und danach, immer nur Augenblicke der Sorglosigkeit.

 

[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 09 April, 2007 23:51
Nach und nach einige Liedtexte von mir, aus technischen Gründen erstmal ohne Lied... (weiter)
[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 08 April, 2007 16:32
Alles zusammen erlebt, genug gesehen um zu wissen worum es hier eigentlich geht und doch keine Ahnung, was nun kommen wird. (weiter)
[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 08 April, 2007 16:07
Wenn Leere sich ausbreitet über dem dunklen Gemüt, gezeichnet von Zeit, vom Schmerz der Unvernunft in der Welt, wenn der Mut sich zurückzieht in das von Unruhen zerrüttete Innere, Gedanken ohne Ziel auf unbekannten Pfaden umherirren, die Zukunft grau, wie eh und je, nur dunkle Punkte hervorzuheben scheint,
ist die Zuversicht der Stunde verpufft im Vorhang der Gedanken, wird die Suche nach dem Sinn und dem Guten in der Welt zum Akt der Selbstzerstörung, gibt es nichts, woran zu Glauben sich noch lohnt, gibt es kein Anfang und kein Ende mehr.
Darbend diese große Illusion erbittend senkt das Haupt sich vor der unheimlichen Größe allen Seins. (weiter)
[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 03 April, 2007 11:20
Ich sitze in der U-Bahn, schaue aus dem gegenüberliegenden Fenster. Die vorbeiziehenden Eindrücke verschmelzen zu einer unidentifizierbaren Masse, durch die Geschwindigkeit verzerrt. Mein Körper entspannt sich, ich fühle mich leicht. Ich fliege durch die Stadt, in einem geschlossenen Raum, 10 Meter über dem Boden, mit 50 km/h. (weiter)
[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 02 April, 2007 22:19
Kennst Du diese Tage, an denen man nicht weiß, warum man aufgestanden ist? Natürlich kennst du sie! Wahrscheinlich kennt sie jeder Mensch und vermutlich sind es trotzdem solche Tage, an denen man sein Leben gewinnen kann. (weiter)
[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 02 April, 2007 21:36
Das Thema Emanzipation war bereits oft Thema von Auseinandersetzungen, offensichtlich nicht oft genug meinen die einen, zu oft die anderen und nicht immer an angebrachter Stelle bald die meisten. Herausgekommen sind Forderungen nach Quoten, Gruppen, die genau diese Quotierung bis ins letzte Glied durchziehen, Stellenbeschreibungen, in denen bekannt gegeben wird, dass bei gleicher Qualifikation Frauen bevorzugt werden, Rechte Politiker, ganz auf die Bedeutung der Familie und der Rolle der Frau als Mutter und Hausfrau gepolt, die entdeckt haben, dass das Thema Emanzipation wirksam gegen den Islam eingesetzt werden kann, Berichte von immer noch nicht gleicher Vergütung gleicher Arbeit, Frauen im Militär aber ohne den Zwang Dienst zu leisten, Angela Merkel, Ally McBeal und vieles mehr. Diese Aufzählung ist vollkommen unvollständig und willkürlich. So unvollständig und willkürlich, wie die Debatte, so unkonsequent wie alle gängigen Positionen.
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[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 27 März, 2007 23:56

Ich sitze hier und starre auf den kleinen Zettel, der verhindern soll dass der Teebeutel samt Schnur in das Wasser fällt. Er hängt etwas tiefer als der Boden des Glases und zieht Wasser, Tropfen für Tropfen.

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[ Philosophie, Dichtung und mehr ] 27 März, 2007 20:51
Der Teebeutel hat immer recht. Ich finde die Teebeutelsprüche auch besser als die in Glückskeksen: ich meine, sie sagen halt nicht wirklich was, aber dafür kann man sie anschauen, abnicken und besten Gewissens den Teebeutel nach erfolgreicher Benutzung in den Müll werfen, den Tee genießen und sich dann langsam zu fragen beginnen, was Yogi-Tee mit Liebe und Mitgefühl zu tun hat. (weiter)