[ Aussenpolitik ] 03 Januar, 2010 02:29

Ab dem 10.01 kann die Entscheidung ob/wann auch Mumia Abu-Jamal trotz mehr als erheblicher Zweifel hingerichtet werden soll, getroffen werden. Sollte sich US Justiz gegen rechtsstaatliche Prinzipien aussprechen und sich für den Mord an Mumia entscheiden, wird es am 3. Tag um 12 Uhr nach der Bestätigung des Todesurteils zu Notfallprotesten kommen (mehr Infos)

Bis dahin könnt ihr euch an der Online Demo gegen die Hinrichtung beteiligen.

[ Aussenpolitik ] 24 September, 2009 17:43

Da flog mir doch gestern eine Erinnerung in die Ohrmuschel ...

There is no political solution
To our troubled evolution
Have no faith in constitution
There is no bloody revolution

We are spirits in the material world

Our socalled leaders speak
With words they try to jail you
The subjugate the meek
But it's the rhetoric of failure

We are spirits in the material world

Where does the answer lie?
Living from day to day
If it's something we can't buy
There must be another way

We are spirits in the material world ...

The Police - Ghost In The Machine - 1981

[ Aussenpolitik ] 11 September, 2009 18:38

Sein Vater war CDU-Politiker, er selbst kiffte und lebte in einer Mao-WG - zum Linken aber wurde Matthias Matussek erst jetzt in der Krise. Denn die Konservativen führen einen Klassenkampf von oben: Sie zertrümmern Werte, heiligen Kaltschnäuzigkeit und öde Lifestyle-Spießerei.

Artikel

[ Aussenpolitik ] 23 Juni, 2009 12:42

Mit den Protesten, die momentan im Iran stattfinden und bei denen schon mehrere Menschen zu Tode gekommen sind, wird endlich auch mal eine Tatsache beleuchtet, die es den westlichen Staaten seit Jahren schwer macht, Druck auf den Iran auszuüben! Ein Skandal, dass deutsche Firmen beinahe schon traditionell unbeirrt Geschäfte mit dem brutalen theokratischen Regime in Iran machen! Nun müssen sie sich (tatsächlich zum ersten mal) ernsthaft fragen lassen, wie moralisch das ist.
Den Gipfel liefert Nokia/Siemens, die es dem Regime mit ihrer Technik ermöglichen, den Demonstranten die Kommunikation untereinander beinahe unmöglich zu machen.

Als freihetiliche Demokratie, die die Meschenrechte hochhält, sollten wir keine Ausnahme machen, wenn es um Geschäfte geht! Keine Heuchelei mehr!

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,631862,00.html

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/646/302642/text/

http://www.wadinet.de/blog/?p=1807

[ Medien/Gesellschaftskritik , Aussenpolitik ] 10 April, 2009 17:22

"Europa wird den Juden die Bürde von Auschwitz nicht verzeihen. Deshalb sind die Hunderte Toten von Gaza für Europa so viel bedeutsamer als die Millionen Toten von Darfur und im Kongo. Wie andere Menschen auch haben die Juden nicht viel aus der Geschichte gelernt, aber eins wissen sie genau: Sie wiederholt sich."

Leon de Winter erklärt auf zeit.de, warum europäische Medien und Öffentlichkeit so besessen von Palästina sind und spricht mir aus der Seele. Ich freue mich schon auf viele Kommentare...

[ Aussenpolitik , Podcast , Philosophie für die Badewanne ] 05 April, 2009 15:05
An der Spitze der Weltpolitik verschieben sich die Machtverhältnisse: Die USA werden früher oder später ihre wirtschaftliche und politische Führungsrolle verlieren, China und Indien werden dafür umso wichtiger werden. Damit dieser Machtwechsel friedlich vonstatten geht, muss sich in der Weltpolitik einiges ändern, meint Harald Müller, Direktor der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt.

Westliche Regierungen treten oft mit dem Anspruch des moralisch Überlegenen auf: Sie wurden frei gewählt - im Gegensatz zu manch anderem Staatschef. "Wir" - das sind die, die Freiheit, Demokratie und Menschenrechte hochhalten, und diese Wertvorstellungen werden dabei oft als das Ergebnis einer "christlich-jüdischen" Tradition gesehen. Aus Müllers Sicht ist diese Haltung kontraproduktiv. Er fordert vom Westen mehr Demut: Denn aus Sicht der anderen ist die westliche Kultur in ihren Wertvorstellungen auch nicht immer glaubwürdig.

Prof. Harald Müller, Studium der Germanistik, Soziologie, Philosophie und Politikwissenschaften, 1984 Gastprofessor am Center for International Relations der Johns Hopkins University in Bologna/Italien, 1984 – 1986 Abteilungsleiter für Sicherheitspolitik am Centre for European Policy Studies in Brüssel, 1994 Habilitation, 1994 – 1998 Privatdozent an der TU Darmstadt, seit 1995 Vorstandsmitglied der HSFK und seit 1996 Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der HSFK. Harald Müller ist u. a. Mitglied der Wehrstrukturkommission der Bundesregierung und im Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Friedensforschung und seit 2007 Direktoriumsmitglied des Exzellenzclusters der Universität Frankfurt "Die Herausbildung normativer Ordnungen". Er hat mehrere Schriften zum Thema „nukleare Abrüstung und Rüstungskontrolle“ und zu weltpolitischen Fragen herausgegeben.

Quelle
MP3
[ Umwelt/Ökologie , Aussenpolitik ] 10 August, 2008 01:49

Die Preise auf den Lebensmittelmärkten explodieren, der Mais ist allein in den vergangenen vier Monaten um über 70 Prozent teurer geworden. Getreide um über 100 Prozent. Gleichzeitig wachsen die Profite der Lebensmittelspekulanten, innerhalb eines Jahres sind die Spekulationssummen um 600 Prozent gestiegen. In vielen armen Ländern der Welt finden Hungeraufstände statt. MONITOR-Spezial untersucht die Hintergründe der neuen Globalisierungsfolgen und fragt: Wer ist schuld, wenn in Kenia die Maispreise steigen, in Deutschland Milch weggeschüttet wird und in Indien verzweifelte Bauern Selbstmord begehen?

Quelle 

[ Aussenpolitik ] 03 Juli, 2008 16:03

Erinnert sich jemand an Frederick Forsyth? Aber sicher. Schließlich ist er einer der bekanntesten Autoren Englands und mit seinem Roman „Der Schakal“ weltberühmt geworden. In einem Interview in der Juli-Ausgabe der Cicero, in dem er auch seine Verachtung für Ex-Premier Blair zum Ausdruck bringt, beschreibt er unsere Bundeskanzlerin Merkel als genau das was sie ist: eine Opportunistin. Auf die Frage, wie er sich denn das hohe internationale Ansehen von Angela Merkel erkläre, sagt er:

„Das ist doch ganz einfach: Sie macht jede Mode mit. Wenn es um Erderwärmung geht, dann will sie den Planeten retten. Geht es um Hunger in Afrika, dann ist sie ganz vorn dabei beim Ruf nach Hilfe. Sie vergisst dabei nur, dass die Agrarsubventionen in Europa es sind, die Afrika zerstören. Sie können natürlich jedes populäre Anliegen unterstützen und dadurch selber an Popularität gewinnen. Meinen Respekt haben die Leute, die den Mut zum Unpopulären haben. Den hat sie nicht.“

 (weiter)