Zum Ende des Klimagipfels in Kopenhagen möchte ich auf ein meiner Meinung nach ausgesprochen guten und interessanten Kommentar von der BUKO hinweisen, der eine Kernaussage beinhaltet die ich in den letzten Wochen sehr vermisst habe. Es wurde viel Aufmerksamkeit auf dem Symptome des Klimawandels und deren Bekämpfung gerichtet, aber es wurde sich wenig bis gar nicht mit den grundlegenden, systembedingten Ursachen des Klimawandels beschäftigt. Der BUKO-Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie hat es geschafft kurz und klar genau auf diese Probleme hinzuweisen:

Das Positionspapier des BUKO-Arbeitsschwerpunktes Soziale Ökologie (ASSÖ) will zu der Debatte um den Klimawandel, insbesondere im Bezug auf den UN-Klimagipfel in Dezember 2009 in Kopenhagen, zu einer kritischen Analyse des hegemonialen Diskurses und zur Diskussion um die Inhalte einer emanzipativen, herrschaftskritischen Gegenbewegung beitragen. In dem folgenden Text vertreten wir die These, dass von den Klimaverhandlungen in Kopenhagen nichts zu erwarten ist. Sie sind Teil offizieller Klimapolitik, die zur Lösung des Klimaproblems auf diejenigen Marktkräfte setzt, die die sozial-ökologische Krise erst verursacht haben. Wichtig ist aus unserer Sicht nicht der Ausgang der Klimaverhandlungen in Kopenhagen, wichtig sind die Verknüpfung der Diskussion um „Umweltprobleme“ mit Herrschafts– und Kapitalismuskritik und die Entwicklung von Alternativen zur herrschenden Klimapolitik. Wir wollen – mit anderen Worten – die sich verschärfende ökologische Krise ernst nehmen, ohne darüber den systemkritischen Kopf zu verlieren.

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