"Sie haben mit einer »Unternehmerin, deren Herz links schlägt« eine Wette abgeschlossen: Beglückwünschen 1000 Leute Kuba zum 50. Jahrestag der Revolution auf der Internetseite www.roter-reporter.de, muß sie zwei Euro pro Gratulanten für das Projekt »Milch für Kubas Kinder« spenden. Sind Sie sicher, daß Sie gewinnen?
Nein, natürlich habe ich Zweifel gehabt, ob es mir gelingen würde, wirklich tausend Menschen zu mobilisieren, die sich mit Namen und Wohnort eintragen. Aber viele Menschen sind von der kubanischen Revolution begeistert –und möchten, daß es nicht bei nur einem sozialistischen Staat bleibt. Also kann es, wie verabredet, am 26. Dezember losgehen mit der Unterschriftensammlung." (Quelle)
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4 Comments on "50 Jahre kubanische Revolution, eine Wette und Geld für die Aktion "Milch für Kubas Kinder" von Cuba Sí."
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08/01/2009, 15:26
monsieur le docque, ich halte das für einen scherz!
wie kann man denn der kubanischen revolution zum 50. geburtstag gratulieren und gleichzeitig kubanischen kindern milch spenden, egal wie diese wette ausgeht?
wenn ich so nachdenke liegt es ja überhaupt nur an dieser heroischen "revolution", dass diesen kinder milch gespendet werden muss.
absurd....
08/01/2009, 16:59
Auch ich habe Probleme mit dem Kommunismus auf Kuba. Nach der Revolution ist die Entwicklung irgendwann stehen geblieben, es gab keinen "revolutionären" kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Der derzeitige Zustand auf Kuba ist in jedem Fall mehr als kritikwürdig. Aber die Probleme nur dem System zuzuschreiben ist viel zu kurz gegriffen. Es gibt noch viele andere Ursachen, ich denke da nur als Beispiel an das Handelsembargo das vor fast 50 Jahren gegen Kuba verhängt wurde (http://www.sueddeutsche.de/politik/358/417124/text/).
Was mich bewogen hat den Aufruf hier zu posten war, dass man mit dem Aufwand einer lächerlichen Gratulation (die von mir sehr kritisch ausgefallen ist) eine 2 Euro Spende generieren konnte, die der Zukunft Kubas, den Kindern, die unverschuldet Opfer äußerer Umstände sind, zu Gute kommt. Das ist vielleicht etwas pragmatisch, aber es ist ein gutes, einfaches und legitimes Mittel unschuldigen Kindern zu helfen, auch wenn das für dich absurd erscheint.
viele Grüße,
docque
08/01/2009, 22:16
Ich finde es alles andere als absurd zur kubanischen Revolution zu gratulieren, denn ja: es war vorher insgesamt wohl schlimmer und ich halte die Revolution vor fünfzig Jahren als einen großen Schritt in die richtige Richtung, gerade gemessen am historischen Kontext.
Dass danach nicht immer stets in die richtige Richtung weitergegangen wurde liegt meiner Meinung nach allerdings durchaus auch am historischen Kontext und hier nicht ganz unbedeutend am verhalten der Amerikaner und ihrer contrarevolutionären Bestrebungen (siehe Schweinebucht).
Weiter: Kinder können nie etwas für Politik und für die Geschichte eines Landes schon gar nicht!!!
Und schließlich: Geht es denn den Menschen auf Haiti (also denen ohne Revolution auf der Insel nebenan) besser?
Ich meine also merses Kritik greift zu kurz.
27/01/2009, 13:02
meine beiden lieben,
ihr habt recht! die kinder können nichts dafür! mir ist nur gleich dieser widerspruch ins auge gesprungen, docque, und ich habe deinen ironischen unterton gar nicht so richtig bemerkt!
bei einer sache widerspruch: es lag nicht am historischen kontext, sondern am sytem, dass es "nicht richtig weiterging", so sehr ich die idee mag! und zuletzt: man sollte aufhören, das so zu heroisieren und das amerikanische embargo allein für die armut der leute verantwortlich machen. was ging dem denn voraus? und zuletzt: dass gerade che guevara immer noch maskottchen einer besseren welt ist, finde ich unverständlich! er war ein kaltblütiger mörder, der mit angeblichen dissidenten und "kontrarevolutionären" kurzen prozess machte! trotzdem findet ihn jeder cool, trägt ihn auf dem t-shirt und fühlt sich irgendwie revolutionär!