Rumms! nervt: das Gewinnspiel von Krischan
So, ich gestehe, mir geht die Terminologie "Rumms!" schon ein wenig auf den Geist, wenn sie hier die Überschriften prägt. Eigentlich müsste es ja auch möglich sein eine ausreichend präzise Formulierung zu finden, die den Sachverhalt treffend beschreibt. Ich wäre ja auch froh, wenn mir jemand überhaupt mal präzise und anschaulich erklärt was das Problem ist. Ich habe zwar das Gefühl mich täglich dem zu nähern, was passiert (ist) und wo die Probleme liegen, aber ich werde den Verdacht nicht los, das versteht keiner wirklich.
Daher lobe ich mal zwei Preise aus:
Einen für eine wirklich treffende Terminologie des Gesamtgeschehnisses, der das Niveau hat in dreißig Jahren auch in den Geschichtsbüchern zu stehen (wikipedia bietet derzeit "Finanzkrise 2007/08" an, das geht definitiv besser!).
Einen weiteren für einen bündigen Artikel von ca. zwei Seiten (~ meine Artikel-Länge) über die Zusammenhänge und das genaue Problem beim Rumms!.
Zu gewinnen:
Für das Wort gibt es einen enthusiastischen Artikel von mir zu einem Thema nach freier Wahl des Gewinners.
Für den Artikel backe ich einen Kuchen und schicke ihn zur Not an den Gewinner, wenn er ihn sich nicht bei mir selbst abholen will (dafür gäbe es dann allerdings auch Kaffee und Tee). Ich backe nicht besonders gerne, deswegen finde ich den Preis beachtlich.
1 Comments on "Rumms! nervt: das Gewinnspiel"
Artikel kommentieren
Automatisch per eMail über neue Beiträge informieren lassen:










31/10/2008, 23:05
Ich habe nach etwas längerer Abstinenz hier mal wieder hereingelugt, und fühlte mich, welch Wunder!, von diesen Zeilen nahezu persönlich angesprochen. "Die Finanzmarktkrise im ausgehenden ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts" erscheint mir zwar nicht griffig, aber ich würde einiges darauf verwetten, dass die nachfolgenden zwei Generationen so über die derzeit stattfindenden ökonomischen und politischen Ereignisse sprechen werden. Mehr kann ich nicht anbieten. Ohne Tragik keine Komik und umgekehrt... In Hundert Jahren wird sich "daran" ohnehin niemand erinnern. Politisches und ökonomisches Tagesgeschäft. So schwer es fällt, das zu schreiben.
Zu deiner zweiten Frage: Wie, technisch gesehen, ein artifizielles schwarzes Loch entstehen kann, dass Milliarden um Milliarden zu verschlingen in der Lage ist, ist, bei Licht betrachtet, weder Zauberei noch absurd, nur muss man das Licht anknipsen und sich mit den geradezu unendlich komplizierten Mechanismen des faktischen Ablaufs an den entsprechenden Märkten beschäftigen, wozu ich, bei aller Liebe zur Komplexität, nicht bereit bin. Die Frage danach, WARUM dieser CRASH (ich habe es tatsächlich geschrieben) zustande gekommen ist, ist eine andere, eine philosophische, vielleicht auch technokratische. In jedem Fall bin ich davon überzeugt, dass es nur drei Personen gibt und gab, die diese ausreichend erschöpfend beantworten könnten. Zwei davon sind bereits tot und der dritte bin ich nicht. In diesem Sinne. Ich wünsche mir im Übrigen eine detaillierte Nacherzählung eines mutmaßlichen Verbrechens, welches, ob seiner Klischeeüberfrachtung und Absurdität ohne Weiteres bei Salesch o.ä. hätte verhandelt werden können. (kannst dir auch was ausdenken)
Der Nasenmann