Teil 1 - Zur Aktualität eines alten Konzepts
Ohne Zweifel: Wir verdanken dem Königsberger Philosophen Immanuel Kant die entscheidende Bestimmung des Begriffs Menschenwürde. Würde ist für ihn etwas, das über alles erhaben ist, man kann über sie also nicht einfach subjektiv, dezisionistisch oder im Sinne der kulturellen Pluralität reden, es geht um allgemeinverbindliche Normen, die untrennbar mit dem Wesen des Menschen verbunden sind, mit seinem geistigen sittlichen Kern. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, zeigt die Aktualität des Ansatzes von Kant.
Quelle (SWR2 Wissen)
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Teil 2 - Die ethischen Konsequenzen
Die Möglichkeiten der modernen Biotechnologien und Medizin werfen immer wieder Fragen auf, die die Menschenwürde betreffen: Haben embryonale Stammzellen eine Würde, darf man sie zu Forschungszwecken gebrauchen? Wie schutzwürdig ist der menschliche Embryo prinzipiell? Über diese Fragen wird in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert, und je nach dem, wie man Menschenwürde definiert, fallen die Antworten sehr unterschiedlich aus. Otfried Höffe, Professor für Philosophie an der Universität Tübingen, beantwortet diese Fragen, indem er auf den idealistischen Ansatz von Immanuel Kant zurückgreift.
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